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Radio-Aktionüberwältigt Besucher aus Göttingen / "Mir bleibt der Atem stehen"

"Osterei" des NDR bietet exklusiven Ausblicküber Bückeburgs Dächer

Bückeburg (bus). Führungen durch Schloss Bückeburg sind immer dann am spannendsten, wenn sie von hochkompetenten Experten geleitet werden, in dem gewöhnlichen Publikum verschlossene Regionen des 200-Zimmer-Anwesens führen oder wenn Besucher zugegen sind, die zuvor weder mit der ehemaligen Residenzstadt noch mit dem Sitz derer zu Schaumburg-Lippe etwas am Hut hatten. Jetzt begab es sich, dass alle drei Voraussetzungen gleichzeitig eintraten. "Mir bleibt der Atem stehen", sagte Maria Theubert.

Der Göttingerin ging die Puste beim Eintritt in den Großen Festsaal des Schlosses aus. "Dass man den überhaupt betreten darf", kam sie aus dem Staunen kaum heraus. Theubert hatte über Ostern an einer Aktion des Radiosenders NDR 1 Niedersachsen teilgenommen und eines von vier "Ostereiern" gewonnen, mit denen die Rundfunkleute ihren Hörern Dinge schenkten, "die für Geld normalerweise nicht zu haben sind", wie es NDR-Mitarbeiterin Susanne Schrammar ausdrückte. "Ich habe mit Sicherheit das schönste Ei gewonnen", war Theubert sich sicher, die gemeinsam mit Sohn Matthiasüber Hameln und Rinteln angereist war. Mutter und Sohn kannten Bückeburg bis dato wenn überhaupt dann allenfalls vom Hörensagen. Auf Seiten der Führungsexperten übernahm zunächst Katharina Heinze die Rolle der kenntnisreichen Spezialistin. Der "normale" Rundgang endete in den von Theuberts nur überaus zögerlich betretenen Privatgemächern von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. "Ich hätte nicht vermutet, dass es so etwas noch gibt",lautete das Zwischenfazit der Osterei-Gewinner. Zu diesem Zeitpunkt konnten sie noch nicht ahnen, was es im Schloss sonst noch alles gibt. Bei der anschließenden gemeinsamen Tour mit dem Hausherren stand es um Maria Theuberts Atemluft erneut nicht zum Besten. "Waffenkammer, Kartenzimmer und Turm sind im Allgemeinen off limits", erläuterte der Fürst. Schießgeräte und Pinneberger Karte wegen des immensen Wertes und der Turm, um Schwindelgefühle zu vermeiden. Atem und Schwindelfreiheit von Maria Theubert reichten bis zur Glockenstube der 1896 von der "Thurm-, Hof- und Eisenbahn-Uhren-Fabrik von J. F. Weule zu Bockenem, Provinz Hannover" gelieferten Turmuhr. Sohn Matthias und NDR-Reporterin Schrammar ließen es sich nicht nehmen, dem Fürst über die enge Wendeltreppe bis auf die Aussichtsplattform zu folgen. "Dieser Blicküber Bückeburg ist in der Tat ziemlich exklusiv", gab der jetzt ebenfalls ein wenig aus der Puste gekommene Hausherr zu verstehen.

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