weather-image
SPD-Samtgemeindeverband kürt seine Bewerber / 37 Genossen wollen Krainhäger als Wischnat-Nachfolger

Nur Zwei sagen Nein: Keller offiziell Kandidat

Eilsen (tw). Jetzt ist's offiziell: Die Stimmen von 37 der 39 anwesenden Genossen haben Oliver Keller - "Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden" - bei der Mitgliederversammlung des SPD-Samtgemeindeverbandes (123 Mitglieder) in geheimer Wahl zum Kandidaten für die Wischnat-Nachfolge als Samtgemeindebürgermeister gemacht; gegen den Krainhäger votierten am Mittwochabend im Haus des Gastes nur zwei Genossen.

Für die en bloc verabschiedete Liste der 18 Kandidaten für den Samtgemeinderat (siehe unten) stimmten 35 Mitglieder; zwei votierten mit Nein, zwei Stimmen waren ungültig. Mit dem Segen von 29 Mitgliedern bewerben sich Heinz Grabbe (Listenplatz 3), Hannelore Stühm (Listenplatz 6) und Kai Alack (Listenplatz 9) um ein Kreistags-Mandat; 9 Genossen sagten Nein zum Vorstands-Vorschlag, eine Stimme war ungültig. Einstimmig fiel dagegen die Wahlempfehlung des SPD-Samtgemeindeverbandes für Landrat-Bewerber Heinz-Gerhard Schöttelndreier aus; in offener Abstimmung hoben sich für ihn im Haus des Gastes alle Hände. Sowohl Jürgen Schmökel, Chef des Samtgemeindeverbandes, als auch Kandidat Keller nutzten die Gelegenheit, ein Resümee zu ziehen und die Ziele für den Wahlkampf 2006 zu formulieren. Fazit Schmökels mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre: "Wir haben - fast - alles erreicht." Einziger Wehrmutstropfen: "Das nicht geglückte Erweitern des Golfplatzes auf 18 Loch, das für unsere Region wirtschaftlich von Vorteil wäre. Hier muss mit dem Landbesitzer weiter verhandelt werden." Was sich die SPD aktuell auf die Wahlkampf-Fahne geschrieben hat: Sprachförderung der ausländischen und deutschen (!) Steppkes im letzten Kindergartenjahr sowie in den Schuljahren eins bis drei. Außerdem soll die Schaffung eines Horts für unter dreijährige Knirpse vorbereitet werden, der bis 2010 ohnehin Pflichtaufgabe der Kommune wird. Das Einrichten von Ganztagsschulen auf freiwilliger Basis lehnen die Genossen dagegen ab. Ziele, die Keller teilt und um weitere ergänzt: "Weil gute Ideen für Eilsen auch bezahlbar sein müssen, liegt mir an einem soliden Haushalt. Das klingt banal, ist aber wichtig." Außerdem will der Kandidat dem Amtsschimmel Beine machen, sich für weniger Bürokratie und mehr Bürgerfreundlichkeit einsetzen. In Abstimmung mit den Mitgliedsgemeinden und unter Wahrung der Belange des Naturschutzes will Keller "aktiv" neue Gewerbebetriebe für die Samtgemeinde akquirieren. Außerdem: "Das geplante Solardach auf der Grundschule", so der Krainhäger unter dem Beifall der Mitglieder, "kann nur ein Anfang sein". Es gelte, den Einsatz von regenerativen Energien in Eilsen noch stärker zu forcieren. Auch, weil das die Börsen der Bürger entlaste und mittel- bis langfristig neue Jobs schaffe. Last, but not least möchte Keller das Kulturangebot für Alt und Jung weiter ausbauen - und die Samtgemeinde insgesamt kinderfreundlicher machen. Sich selbst sieht der Bankkaufmann und Jurist als "freundlich und umgänglich" an, fähig, "neuen Schwung" und "frische Ideen" in die Politik einzubringen. Die SPD Kandidaten für den Samtgemeinderat: Heinz Grabbe, Hannelore Stühm, Kai Alack, Christel Bergmann, Hartmut Büscher, Johanna Möhlmann, Jürgen Schmökel, Frank Rinne, Heiner Hoppe, Hans-Jürgen Winkelhake, Peter Buschmeier, Michael Sobbe, Klaus Hartmann, Klaus Kappmeier, Frank Struckmeier, Gerrit Holtmann, Reiner Hanke, Manfred Kühn. Weiterer Bericht folgt.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare