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Westphal entgegnet Eulzer: Streit um Rintelner Apotheken geht weiter

Nicht jeder kann zur Notdienstapotheke nach Bückeburg oder Bad Eilsen fahren

Rinteln (wm). Der Streit um dieÖffnungszeiten der Apotheken in Rinteln geht weiter. Nachdem Peter Eulzer, Sprecher der Rintelner Apothekerschaft, der CDU vorgeworfen hatte, sie solle sich besser informieren, bevor sie geänderte Öffnungszeiten verlange, meldet sich jetzt für die CDU Ratsherr Sebastian Westphal zu Wort.

Der Vorschlag der CDU, Apotheken sollten ortsnah erreichbar sein sollen, sei natürlich durchdacht gewesen und basiere auf den aktuellen gesetzlichen Möglichkeiten. "Die Kritik, die CDU hätte sich erst informieren sollen, ist daher nicht zutreffend", wehrt sich der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende: "Vorgeschrieben sind den Apotheken Öffnungszeiten von neun bis zwölf Uhr und von fünfzehn bis achtzehn Uhr. Sie können aber auch durchgehend und sogar bis zwanzig Uhr und Mittwochnachmittags geöffnet haben. Das liegt im eigenen Ermessen." Die Regelung des Notdienstes werde nach Angaben der Apothekerkammer Niedersachsen auf Antrag von den Apothekern vor Ort entschieden. Im hiesigen Notdienstkreis sei es besonders für ältere Mitbürger ein Problem, wenn im Stadtgebiet Rinteln alle Apotheken geschlossen haben. Nicht jeder sei in der Lage, betont Westphal, aus Rinteln zu einer Notdienstapotheke in Bückeburg oder Bad Eilsen zu fahren. Gerade in Zeiten des wachsenden Zustroms zu den billigen Internetapotheken sei aus Sicht der CDU Rinteln neben der kompetenten Fachberatung durch die örtlichen Apotheker eine optimale Erreichbarkeit wichtig, um die Patienten an die heimischen Apotheken zu binden. "Wir können und wollen niemandem die Öffnungszeiten vorschreiben", sagte Westphal. "Jedoch halten wir es für durchaus legitim, wenn die CDU als Bürgervertreterin Anregungen gibt, um auf die Wünsche und Nöte der Bürgerinnen und Bürger hinzuweisen."

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