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Plan für die Kurzeit im Kreis steht / 3500 Euro für Hilfsfond / Gut erhaltene Kleidung und Schuhe gesucht

Neuer Kraftakt für das Wohl der Swonez-Kinder

Eilsen. Nach dem jüngsten Besuch einer großen Delegation der Eilser Tschernobyl-Helfer im Patendorf Swonez in der stark verstrahlten Zone nördlich von Tschernobyl (wir berichteten) haben die Planungen für die Projekte im Sommer 2006 begonnen.

Die von den Besuchern in Weißrussland gemachten Erfahrungen gehen unmittelbar in diese Planungen ein. In der vor 20 Jahren durch den Fallout heimgesuchten Zone verändert sich wenig. Weiterhin gibt es kaum Verdienstmöglichkeiten. Die Menschen leben von Landwirtschafts-Produkten aus dem Strahlenkreislauf. Besonders Kinderleiden unter einem schwachen Immunsystem. In mancher Familie bedroht Alkoholismus den inneren Frieden. Besonders Ältere und Alleinstehende müssen in Armut leben. An mangelndem Familien-Einkommen scheitert oft eine Ausbildung der Kinder, da weiterführende Ausbildungsstätten nur in der Kreis- oder Bezirkshauptstadt zu finden sind. Für Fahrten, Unterkunft und Schule fehlen die Mittel. Hunderte krebskranke Kinder bangen mit ihren Eltern um ihre Zukunft. Die Bad Eilser werden im Juli dem Fonds "Gesundheit Gomel" für krebskranke Kinder und ihre Familien 3500 Euro überbringen. Das Geld wurde bei der Trauerfreier für die kürzlich verstorbene Kleinebremerin Dr. Heidrun Teuber gespendet. Sie gehörte zu den treuen aktiven Mitarbeitern des Eilser Helferkreises, betreute jahrelang die Gäste aus Swonez während ihrer "Kurzeit". Eine Delegation wird außerdem erhebliche Mittel für Kindergarten, Schule und Krankenhaus sowie die dörfliche Medizinstation überbringen und vor Ort mit den Partnern einkaufen. Schließlich ist geplant, die Verantwortlichen für die Selbsthilfe-Organisationen der ehemaligen KZler und Zwangsarbeiter in Minsk zu besuchen und auch dort mit Geldern zu helfen. An der Fahrt nach Weißrussland - 21. bis 30. Juli - können noch Interessierte teilnehmen. Sofortige Meldung bei Fritz Winkelhake (0 57 22) 45 13 ist nötig. Aufruf der Kleiderkammer, aus der die im Sommer hier zur Erholung weilenden 14 Kinder eingekleidet werden sollen: "Dringend erwünscht sind gut erhaltene Kleidungsstücke und Schuhe für Mädchen und Jungen von 8 bis 12 Jahren." Die Spenden können gewaschen und gebügelt ab sofort bei Familie Winkelhake-Visser in Bad Eilsen, Am Kreuzkamp 11, abgegeben werden (0 57 22) 8 44 83. Am Mittwoch, 5. Juli, 19.30 Uhr, lädt die Arbeitsgemeinschaft Gastfamilien, Betreuer und Fahrer zum Infoabend ins ev. Gemeindehaus Bad Eilsen ein. Willkommen sind auch neue Mitarbeiter, die an den Vormittagen bei der Freizeitgestaltung der Kinder mitwirken möchten oder die im Fahrdienst die Kinder zwischen ihren Gastfamilien und den Orten der Freizeitaktivitäten befördern können. Schließlich würden sich die Bad Eilser über Aussiedler aus Russland freuen, die mit ihrer Sprachkompetenz gelegentlich als Dolmetscher aushelfen könnten. Informationen gibt's unter (0 57 22) 45 13 bei Winkelhake/Stuckert. Die 16 erholungsuchenden Kinder werden am 17. August mit Leiterin Soja Nikiforowa für vier Wochen erwartet. Gastfamilien konnten die Eilser auch im 14. Jahr ihrer Hilfe wieder in Bad Eilsen (2), Bückeburg (1), Nammen (1), Buchholz (1), Heeßen (1) und Ahnsen (2) gewinnen. Vereine, Einzelne und Betriebe, die sich mit einem Beitrag an der Freizeitgestaltung beteiligen wollen, sollten sich an Fritz Winkelhake (0 57 22) 45 13, oder Marion Prasuhn (0 57 22) 8 13 82, wenden. Geldspenden sind erbeten auf das Konto "Tschernobylhilfe", Sparkasse Schaumburg, Nr. 341 847 655. Bescheinigungen können ausgestellt werden. Mit den Spenden wird die Freizeitgestaltung der Kinder vom 17. August bis 12. September (bezahlt.

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