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Schutz für Anwohner im Raum Ahnsen / Stillgelegte Brücke kann abgerissen werden

Neue Zukunft für die Schlammteiche: Areal soll Aue-Hochwasser aufnehmen

Bad Eilsen (tw). Diejenigen Ex-Schlammteiche der früheren LVA, die im Zuge der Kurpark-Übernahme seit 1. Januar 2005 im Besitz der Gemeinde Bad Eilsen sind, sollen eine neue Zukunft als "Stauraum" für Hochwasser haben. Konkret handelt es sich um eine etwa 15 000 Quadratmeter große und aus sechs Teichen bestehende Fläche im Nordosten der Aue. Entsprechende Überlegungen sind Teil des Maßnahmenpakets zum Schutze des Kurparks, besonders aber auch der Anwohner in Richtung Ahnsen.

"Ziel muss es sein, den Fluten im Falle eines Hochwassers so viel Stauraum wie möglich zu schaffen", erklärt Dr. Michael Franke. Beim jüngsten Ortstermin in Sachen Kurparkschutz (wir berichteten) hat der Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft "GEUM.tec GmbH" (Hannover) auch den Planungsauftrag zwecks Anlage eines Auffangbeckens auf dem Areal erhalten. Doch: "Stauraum", so Franke, "ist in Bad Eilsen knapp". Daher biete sich die besagte Fläche für diese Zwecke geradezu an. Zumal der Zeit-, Kosten- und Materialaufwand für das Umgestalten und das Verbinden der Teiche zu einem temporären Hochwasserspeicher nicht sonderlich groß sei. Mögliche Maßnahmen, wie sie GEUM.tec derzeit prüft: Absenken der Teichwälle, Anlage einer Überlaufkante und - eventuell - Ausbaggern sprich Vertiefen des Bodens. Noch effektiver werde die Maßnahme allerdings, wenn es gelänge, die Fließgeschwindigkeit der Aue bereits weit oberhalb des Badeortes zu verringern. Viel abgewinnen kann der Zukunft der Teiche als Stauraum nicht zuletzt Bad Eilsens Bürgermeister Horst Rinne (CDU): "Die Alternative wäre, die nicht mehr genutzte Fläche auch weiterhin brach liegen zu lassen. Eine schlechte Alternative - insbesondere für die Bürger aueabwärts bis in den Raum Ahnsen hinein." Wird gebaggert wie geplant, will Rinne im gleichen Zuge auch die untere der beiden Auebrücken abreißen lassen. Sie ist schon seit dem Stilllegen der Teiche ohne Funktion, für Ortsunkundige, die auf dem parallel zur Aue laufenen Fußweg mit dem Fahrrad unterwegs sind, bei Dunkelheit aber eine Gefahrenquelle; der Unterbau der Quere liegt genau in Stirnhöhe. Zur Erinnerung: Beim jüngsten Ortstermin im Kurpark hatten sich Ratsmitglieder mit GEUM.tec bereits darauf verständigt, die Gartenanlagen vor Hochwasser dadurch zu schützen, dass die vorhandene Flutmulde auf der gesamten Länge zwischen dem Tuffsteindurchbruch und der zweiten, aueabwärts gelegenen Brücke um einen halben Meter vertieft und verbreitert wird. Um den (abgeleiteten) Wassermassen danach einen möglichst breiten Wiedereintritt in die Aue zu ermöglichen, soll die Mauer vor besagter Brücke auf einer Länge von etwa 30 Metern um einen halben Meter abgesenkt werden.

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