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Fraktionschef macht als Stellvertreter weiter / Horst Schwarze soll zweiter Vize-Bürgermeister werden

Neue SPD-Spitze: Insinger löst Luhmann ab

Bückeburg (tw). Nach dem Stabwechsel bei den Christdemokraten (wir berichteten) gibt es jetzt auch bei der SPD einen Tausch: Der Fraktionsvorsitz geht von Reinhard Luhmann (53) an Bernd Insinger (53)über. Die Entscheidung fiel am Montag während der Fraktions- beziehungsweise Gruppensitzung im Eveser Krug im Einvernehmen auch mit den Partnern Bündnis 90/Die Grünen, FDP und UWG.

Einziger Grund für den Wechsel sind laut Luhmann berufliche Gründe: "Ich werde für den E.ON-Betriebsrat künftig bundesweit tätig sein. Da werde ich des öfteren nicht vor Ort sein können." Auch Zeit für das politische Spitzenamt stehe damit nicht mehr im gleichen Maß wie bisher zur Verfügung. Politische Hintergründe habe die Entscheidung, die von den zwei Genossen bereits von langer Hand vorbereitet worden sei, jedoch nicht. "Es ist ein reiner Tausch", betont Insinger. Luhmann und er hätten schon in der Vergangenheit eng zusammen gearbeitet und sich im Vorfeld vieler Entscheidungen abgestimmt. Luhmann, der der Fraktion in Nachfolge von Edeltraut Müller viereinhalb Jahre als Chef vorstand, wird sich indes nicht aus der Politik zurückziehen, sondern künftig den Vize-Fraktionsvorsitz bekleiden und von Insinger übernehmen. Obwohl Luhmann wie auch Insinger immer sachorientiert gearbeitet und sich am Vernünftigen und Machbaren orientiert hätten, werde es gleichwohl Veränderungen im persönlichen Führungsstil geben. Während sich Luhmann mehr als "Betreuer" und "Moderator" denn als Macher verstanden und die Fraktion an der "langen Leine" geführt habe, "führe ich selber nicht gern fruchtlose Diskussionen", so Insinger augenzwinkernd. Insofern werde man sich in Fraktion und Gruppe "ein klein wenig auch an mich gewöhnen müssen." Neu auch: "Die Mehrheitsgruppe aus CDU und BfB hat uns das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters angeboten", sagt Luhmann. Die SPD-Fraktion werde bei der konstituierenden Ratssitzung am Donnerstag, 19. Januar, Horst Schwarze (Evesen) vorschlagen. Für Schwarze sprächen gleich mehrere Gründe: Er habe sowohl das fachliche Können als auch die politische Erfahrung, die nötig seien, das Ehrenamt zu bekleiden. Außerdem stehe Schwarze nicht mehr im Beruf, bringe von daher die nötige (Tages-)Freizeit mit. Und: Alfred Brüggemann soll für die verstorbene Ratsfrau Heidrun Krause künftig den Sitz im Schul- sowie im Kultur-/Fremdenverkehrsausschuss übernehmen. Übrigens: Das Einvernehmen innerhalb von Fraktion und Gruppe soll einmal mehr das Suppenessen im Eveser Krug unterstrichen haben. "Ich habe zwei große Töpfe gekocht", sagt Luhmann. Zwar keine Schaumburg-Lipper Hochzeits-, wohl aber eine so genannte Gruppen-Suppe: "Rot, grün, gelb - im Topf waren alle unsere Farben vertreten - und Manfred Heitmeier war das Salz im Sud."

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