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Polizei soll Tempo in 30er-Zonen messen / Gemeinde-Homepage noch nicht fertig

Neue Heizung und zweite Boulebahn - was der Rat Buchholz 2006 anpackt

Buchholz (tw). Der Austausch der 30 Jahre alten Heizungsanlage im Dorfgemeinschaftshaus (Verbrauch 2005: knapp 9000 Liter) und der Ausbau des Festplatzes: Diese Punkte stehen auf dem Vorhaben-Kalender der Gemeinde Buchholz im Jahre 2006 ganz obenan.

"In Sachen Festplatz schwebt uns die Anlage eines ,Multifunktionsfeldes' mit Basketballkorb und ortsfester Tischtennisplatte vor", erklärt Hartmut Krause im Gespräch mit der Landes-Zeitung. "Außerdem", so der Bürgermeister, "wollen wir nebenan eine zweite Boulebahn errichten". Zahlreiche Bürger haben dem Buchholzer bereits ihre Mithilfe versichert - das Beispiel "Waldweg" (wir berichteten) scheint Schule zu machen. Krause: "Bereits im Frühjahr wird der Bagger anrollen." Für die Maßnahme haben die Politiker 30 000 Euro im Haushalt bereit gestellt. Zufriedenheit beim Rückblick aufs alte Jahr: Dickes Lob zunächst an die Buchholzer: "35 Bürger haben den Waldweg an zwei Tagen im Juli in Eigenarbeit saniert", erinnert der Bürgermeister. "Das war Spitze." Inzwischen stehen dort auch die zwei Schilder mit dem Hinweis: Reiten verboten. Und die Pferdefreunde halten sich bislang auch daran. Drei Jahre nach Planungsbeginn wurde der Verkehr im Bereich Neue Straße, Waldstraße, Buchenring und Am Walde endlich durch das Markieren von Parkbuchten beruhigt; jetzt gilt dort Tempo 30. Krause: "Auch wenn die Parkbuchten (zu) schmal sind - das Gros der Bürger insbesondere an Waldstraße und Buchenring stellt die Autos inzwischen innerhalb der markierten Flächen ab." Was Anwohner wissen sollten: Der Bürgermeister hat inzwischen mit der Polizeistation Bad Eilsen in Sachen Tempo-Kontrollen gesprochen: "Die Beamten haben zugesagt, das Einhalten der Geschwindigkeit an der Neuen Straße - wahrscheinlich an einem Spätnachmittag - mittels Laserpistole zu kontrollieren." Froh ist Krause auch über das neue Buswartehäuschen an der Waldstraße (Preis: 9000 Euro), das - obwohl um 1000 Euro teurer geworden - zu 90 Prozent vom Landkreis bezuschusst wurde. Stichwort: "Plakatseuche". Unerlaubtes Kleben gibt's in Buchholz inzwischen so gut wie gar nicht mehr. Die Drohung des Bürgermeisters, das Entfernen des Papiers durch den Bauhof den Klebekolonnen in Rechnung zu stellen, zeigt offensichtlich Wirkung. Bleibt der Neubau der Auebrücke inklusive Zuwegung am Eisenhammer: "So gut wie allen Bürgern gefällt die Quere", sagt Krause. Kritik habe er so gut wie keine gehört. Die Konstruktion werde der Gemeinde während der nächsten 20 Jahre keine Kosten mehr verursachen. Gut angekommen ist darüber hinaus der Einbau der Schall schluckenden Akustikdecke und des Geschirrspülers sowie die Sanierung der Kegelbahn im Dorfgemeinschaftshaus. Die Zahl der Nutzer ist seitdem merklich gestiegen, die Einnahmen aus der Vermietung haben sich verdoppelt. Auch für 2006 liegen der Gemeinde bereits zahlreiche Reservierungsanfragen vor. 2006 gibt's zudem noch neue Lampen und neue Kegel. Allerdings: Der Bürgermeister sagt auch, was 2005 nicht optimal lief. Allen voran der Verkauf der Grundstücke im Neubaugebiet "Auf der Portugall". - "Ich hatte im Vorfeld des Wegfalls der Eigenheimzulage mit mehr Verkäufen gerechnet", sagt Krause. Derzeit stehen dort sieben Häuser, ein achtes ist in Planung. Heißt konkret: Von 22 möglichen Objekten ist erst ein Drittel veräußert. "Interessenten gibt's offenbar, warum es dennoch nicht zu weiteren Abschlüssen kommt, weiß ich nicht", so der Bürgermeister. Was an Grundstücken 2006 nicht verkauft werde, gehe 2007 - wenn die Erhöhung der MehrwertsteuerBauen teurer macht - vermutlich erst recht nicht weg. Nicht gut laut Krause auch: Die Homepage der Gemeinde, von zwei Ratsmitgliedern ehrenamtlich beackert, ist im zurückliegenden Jahr aus Zeitmangel nicht fertig geworden. Wer "www.buchholz-schaumburg.de" anklickt, blickt immer noch auf ein Baustellenschild. Sorgen drücken Krause mit Blick aufs neue Jahr dennoch keine: "Wir können alle Ausgaben allein bestreiten, sind nicht auf Geld aus Fördertöpfen angewiesen - das ist die schönste Situation, die es für eine Gemeinde gibt." Die Rücklage beträgt nach Auskunft des Bürgermeisters aktuell immer noch rund eine Million Euro; das soll auch noch auf Jahre so bleiben.

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