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Nächste Runde im Streit um die Marke "zu Schaumburg-Lippe "

Namensvetter fordert Fürst zum Charity-Duell heraus

Bückeburg. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe hat ein Ansinnen seines österreichischen Namensvetters zurückgewiesen, im Streit um die Markenrechte am Namen "Prinz zu Schaumburg-Lippe" ein Charity-Duell zu veranstalten. Den Vorschlag hat Mario Max Prinz zu Schaumburg-Lippe gestern unserer Zeitung als "Lösung" der Auseinandersetzung um die Markenrechte unterbreitet. Fürst Alexander: "Auf lustige Gesellschaftsspiele lasse ich mich erst ein, sobald geklärt ist, ob es die Adoption überhaupt gegeben hat. Das ist nach wie vor die Frage überhaupt."

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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Gegenüber unserer Zeitung hatte Prinz Mario Max darauf verwiesen, dass Fürst Alexander seine eigene Marke "Fürst zu Schaumburg-Lippe" in 20 Schutzklassen habe und er, Mario Max, "meine Marke ,Prinz zu Schaumburg-Lippe' ", ebenfalls in 20 Schutzklassen. Wer bis zum Jahresende mehr Gutes mit seiner Marke bewirke und mehr Spenden für karitative Zwecke aufgestellt habe, sei der "Gewinner". So mache das Ganze wenigenstes Sinn und helfe Menschen, die Hilfe brauchten. "Es gibt wichtigere Dinge auf der Welt als Titel und diesen Disput." Ob der "Gewinner" auch die Ansprüche an der Marke erhält, ließ der Österreicher offen. Gegenüber unserer Zeitung wies Mario Max Prinz zu Schaumburg-Lippe die Aussage des Fürsten zurück, dass er sich in der Türkei als Graf (Kont) ausgegeben habe. Auch sei sein Nachname mütterlicherseits von unserer Zeitung falsch wieder gegeben worden. "Ich habe mich niemals als Graf ausgegeben. Außerdem ist der Name meiner leiblichen Mutter Wagner-Schöppl." Seine Mutter sei Tierärztin, Juristin und Politikerin. Fürst Alexander und sein Rechtsanwalt drängen auf eine juristische Klärung des Streites. Wie Fürst Alexander über Alexander Graf von Kalkreuth mitteilte, werde er auf Markenlöschung klagen, um zu klären, ob sein österreichischer Namensvetter die Berechtigung habe, den Namen "Prinz zu Schaumburg-Lippe" zu führen und durch seine Markenanmeldung andere Namensträger zu verdrängen. Nach wie vor gehe es darum zu klären, ob der Name durch Adoption erworben worden sei. Dies könne unproblematisch durch eine Kopie des Reisepasses nachgewiesen werden. "Das ist bisher nicht geschehen." Einen Nachweis durch einen geänderten Namenseintrag in einem Register, der durch Zuruf erfolgen kann, sei nicht ausreichend. Von Prinz Max Mario hat es bereits im Sommer des vergangenen Jahres eine Einladung gegeben, dass Fürst Alexander die Adoptionsunterlagen persönlich in Salzburg einsehen könne, teilte Mario Max unserer Zeitung mit: "Obwohl er dazu gar kein Recht hätte". Unterschrieben gewesen sei die Einladung von der Chefin des Hauses Dr. Wagner-Schöppl, seiner leiblichen Mutter, gewesen. Der Fürst habe das Angebot schriftlich "dankend abgelehnt". Wenn eine Person von einer anderen Dokumente fordere, stehe ihr diese "Verweigerung" nicht zu. Fürst Alexander bestätigte das Angebot, wies aber darauf hin, dass er die Einladung eben wegen des Namens der Unterzeichnerin nicht angenommen habe. Der Inhalt sei zudem so provozierend gewesen, dass er es abgelehnt habe, sich nach Salzburg zu bemühen. "Warum dort hin fahren, wenn keine simple Kopie des Reisepasses zugefaxt werden kann?", fragt der Fürst. Und überhaupt: "Ich lehne es ab, sein Haus zu betreten, da er versuchen wird, daraus eine Legitimation zu ziehen." Seinösterreichischer Namensvetter fragt sich derweil, warum das Thema 2006 zum Thema geworden ist. Das könne er nicht nachvollziehen. "Was geht in diesem Menschen vor?" Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es der hannoversche Anwalt des österreichischen Namensvetter gewesen sei, der die Presse mit einem "fertigen Artikel" von den juristischen Auseinandersetzungen in Kenntnis gesetzt habe. "In hohem Maße irreführend", kritisierte der Fürst.

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