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Am 1. Mai eröffnet das Heimatmuseum in Hattendorf / Sonderausstellung: "Hochzeiten im Auetal"

Nach dem Frühjahrsputz beginnt die neue Saison

Hattendorf (rnk). "Hochzeiten im Auetal" heißt die diesjährige Sonderausstellung im Heimatmuseum Auetal, das am kommenden Montag, 1. Mai, seine Türen öffnet. Es ist die insgesamt 22. Museumssaison.

Jörg Landmann, Vorsitzender des Heimatvereins, ist mit gut einem Dutzend Helfer seit März in den Räumen an der Arbeit, um die Exponate ab nächster Woche im besten Licht zeigen zu können. Der "Frühjahrsputz" läuft bestens, gute Laune hat Landmann auch, weil rechtzeitig in diesem Monat im unteren Museumsraum die Fenster endlich erneuert werden konnten. Die Maßnahme war dringend erforderlich, der Trägerverein, so Landmann" ist der Gemeinde "sehr dankbar", dass kurzfristig ausgetauscht werden konnte. Auf Kosten des Vereins wurden dann auch die Gardinen durch einen langen, hellen Lamellenvorhang ersetzt. "Hochzeiten im Auetal" - das sind rund 100 Bilder, die der stellvertretende Vorsitzende Karl Hampel mit Unterstützung von Horst Buchta in einer Sammlung vorbereitet hat. Diese Bilder werden als Reproduktionen gezeigt, außerdem werden sie als Bilder-Dauerschau über einen Projektor präsentiert. Und hier lohnt ein längerer Blick allemal. Denn Eheschließungen, das waren früher oft gesellschaftliche Anlässe, an denen fast das ganze Dorf teilnahm. Passend zur Ausstellung, die sich schon im letzten Jahr abzeichnete, als Landmann und Buchta nach alten Auetaler Bildern suchten und viele, viele Hochzeitsfotos erhielten, wird am Montan ein Hochzeitspaar zur Begrüßung der Gäste an der Eingangstür stehen. Folgender Programmablauf ist vorgesehen. Die Eröffnung der neuen Saison ist um 11.30 Uhr, wenn die Maiwandergruppe eingetroffen sind. Jörg Landmann wird dann selbst über einige Hochzeitsbräuche referieren. Zum Mittag wird es ein naheliegendes Mahl geben: Eine "Auetaler (oder Schaumburger) Hochzeitssuppe" wird angeboten. Wer vorher mitwandern und sich so Appetit holen möchte, sollte um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Rehren sein. Unter dem Zunftbaum beginnt die Maiwanderung, die über den Grenzstein am Horn zum Heimatmuseum führen wird. Eine flankierende Maßnahme zur Ausstellung folgt übrigens am Dienstag, 30. Mai, wenn ab 19 Uhr im Kulturzentrum Rehren die Familien- und Höfegeschichtsforscherin Margarete Sturm-Neumann über Heiratsverträge vom 17. bis zum 19. Jahrhundert sprechen wird. Einen neuen Museumsprospekt gibt es auch. Und der ist richtig gut geworden, mit schönen und gestochen scharfen Fotos, die belegen, was für einen guten Eindruck über das Leben zu früheren Zeiten das Museum vermittelt. Auch die Geschichte des Heimatmuseums ist noch einmal zusammengefasst. Sie geht zurück auf die 800-Jahr-Feier im Jahre 1982, als der Verein für Heimatpflege Auetal in der Grundschule Rehren eine Ausstellung von historischen Exponaten und Bildern organisierte. Die Bemühungen um einen Dauerausstellungsraum hatten danach Erfolg: Die Gemeinde stellte dem Heimatverein einen Klassenraum der ehemaligen Schule Hattendorf zur Verfügung.

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