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20 Kinder erleben in der Jugendfreizeitstätte eine zauberhafte literarische Nacht

Mit Kaulquappen, Königinnen, Olle und Eddie Dickens auf Mitternacht zu

Bückeburg (jp). Eine zauberhafte literarische Nacht haben 20 Kinder in der Jugendfreizeitstätte Bückeburg verbracht. Bei der ersten "Phantastischen Vorlesenacht" bekamen sie mehrere Stunden märchenhafte, verzaubernde Geschichten vorgelesen. Zum runden Programm der Veranstaltung gehörten auch mehrere kreative Aktivitäten sowie ein gemeinsames Abendbrot.

Den Auftakt machten am frühen Abend gemeinsame Tobespiele im großen Saal der Jugendfreizeitstätte. Genügend körperlich ausgepowert und anschließend gestärkt durch ein ebenso leckeres wie gesundes Abendbrot aus Brot, Obst und Gemüse hatten die 20 jungen Literaturfans ausreichend Muße, den Geschichten des fünfköpfigen Betreuerteams um Stefanie Krohne zu lauschen. Einige Bastelaktivitäten rundeten zuvor das Programmangebot der "Phantastischen Vorlese nacht" ab. Bis etwa Mitternacht zogen die fünf Vorleser einen magischen Bogen durch die Kinderliteratur, angefangen von so liebevollen Bilderbüchern wie "Malwine in der Badewanne" - eine Geschichte über eine aus dem Loch Ness stammende, äußerst liebenswerte, allerdings riesengroße Kaulquappe - sowie (ganz der derzeit eisigen Witterungentsprechend) "Olle bei König Winter" von Elsa Beskow: Gemeinsam mit der Hauptfigur erlebten die kleinen Zuhörer Olles Abenteuer bei seinem Ski-Ausflug in den Wald mit Onkel Raureif, Tante Tau und dem Winterkönig. Richtig magisch wurde es mit "Die fließende Königin": Kai Meyers wunderschöner Abenteuerroman entführte die Zuhörer in ein magisches Venedig, welches von den Truppen des wiedergeborenen Pharao belagert wird, wo Gardesoldaten auf steinernen, geflügelten Löwen patrouillieren und in der Geschichtsbücher von einer Expedition berichten, die tief unter der Erde auf ein unterirdisches Volk traf. Ein klein wenig böse wurde es mit "Schlimmes Ende": Ganz im Stil der Filme eines Tim Burton und förmlich triefend vor typisch britischem Humor, erzählt Philip Ardagh darin vom elfjährigen Eddie Dickens, der auf Grund der Krankheit seiner Eltern (sie werden "gelb und an den Rändern etwas wellig" und riechen nach "alten Wärmflaschen") zu seinem wahnsinnigen Onkel Jack geschickt wird. Ein "schlimmes Ende" nimmt die Geschichte dennoch nicht, denn so heißt nur das Anwesen des schrägen Onkels. Ein traumhaftes Ende fand die Vorlesenacht dann etwa um die Geisterstunde, als die kleinen Geschichtenzuhörer sichin ihren Schlafunterkünften zur Ruhe legten, um dort vom Winterkönig, von steinernen, geflügelten Löwen sowie riesigen Kaulquappen zu träumen.

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