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Zehn-Jahres-Projekt abgeschlossen: Stadtwerke versorgen jetzt das ganze Stadtgebiet mit Strom

Mit dem neuen Jahr tausend neue Stromkunden

R inteln (wm). Eigentlich könnte man bei den Rintelner Stadtwerken die Sektkorken knallen lassen. Denn mit Beginn dieses Jahres ist auch ein Projekt abgeschlossen, das im Jahr 1997 begonnen worden ist und nach langer Diskussion in den Gremien erklärter Wille des Rintelner Rates war: Die Übernahme des Niederspannungsstromnetzes in allen Dörfern in Regie der Stadtwerke. 7,9 Millionen Euro hat das Netz gekostet, vom Januar 1998 bis 2006 wurde es in fünf Abschnitten übernommen - eine Summe, die 1997 noch manchen Ratsherren erschreckt hatte.

Es war eine richtige Entscheidung, so bilanziert heute Stadtwerkegeschäftsführer Jürgen Peterson, denn die Stadtwerke könnten somit entscheiden, wo welche Investitionen im Netz getätigt werden, was letztlich auch den Kunden zugute komme. Dadurch, dass derÜbernahmezeitraum auf zehn Jahre gestreckt worden sei - auch Ergebnis hartnäckiger Verhandlungen - sei die Investition auch zu wirtschaftlich vertretbaren und überschaubaren Bedingungen möglich gewesen. Mit der Netzübernahme hätten die Stadtwerke ihre Betriebsgröße aufgestockt und damit auch die Position am Markt deutlich verbessert, gleichzeitig sei damit die Bildung eines einheitlichen Tarifgebietes möglich geworden. Heute sind die Stadtwerke in ihrem Versorgungsgebiet der Dienstleiter für Strom, Gas und Wasser. Geschlossen wurde derÜbernahmevertrag 1997 noch mit dem Unternehmen Elektrizitätswerk Wesertal GmbH in Hameln, das in die E.on Westfalen Weser AG überging, von der jetzt die letzten Netzteile im Taubenberg übernommen worden sind. Rund tausend neue Stromkunden sind mit derÜbernahme des Netzteiles in Goldbeck, Friedrichswald, Wennenkamp und Todenmann, der "Kleinen Schweiz" und der "Grafensteinerhöh" dazugekommen. Ein Netz, sagt Peterson, das in gutem Zustand sei. In den meisten Ortsteilen sei ein großer Teil der Leitungen bereits verkabelt, also unter der Erde und damit versorgungssicher, weil nicht von Eisbruch oder umfallenden Bäumen bedroht. Lediglich Friedrichswald hätte noch rund 60 Prozent Freileitungen. Alle neuen Kunden, betonte Peterson, seien bereits informiert und hätten ihre neuen Vertragsunterlagen zugestellt bekommen. Ausgenommen sind lediglich noch die direkt an das Mittelspannungsnetz angeschlossenen Großkunden, also Gewerbebetriebe. Die werden weiterhin von der E.on Westfalen direkt versorgt. Klaus Muermann, zuständig für die Elektroabteilung bei den Stadtwerken, und sein Team machten sich gestern auf eine Rundreise zu den Übernahmestationen. Ergebnis: Alles im grünen Bereich.

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