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Leichter Dämpfer im Landkreis: Schlechtes Wetter treibt die Quote von 11,2 auf 11,4 Prozent

Mehr Arbeitslose - aber auch mehr offene Stellen

Landkreis (jl). Die verhalten positive Entwicklung am Schaumburger Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten hat im Dezember einen leichten Dämpfer bekommen. Hauptursache dafür ist nach dem gestern veröffentlichten Monatsbericht der Agentur für Arbeit das schlechte Wetter. Kreisweit bedeutet das für den letzten Monat des vorigen Jahres ein Ansteigen der Arbeitslosenquote von 11,2 auf 11,4 Prozent.

Im September 2005 hatten die Arbeitslosenzahlen in Schaumburg den ersten kleinen Ruck nach unten bekommen, der sich bis einschließlich November wiederholte. Im Dezember ist die Zahl von 8845 auf 9059 gestiegen, ein Wert, der aber immer noch unter dem vom September vergangenen Jahres liegt. Die Dezember-Zahl liegt allerdings um 556 höher als die vom Dezember 2004, als die Quote 10,6 Prozent betrug. Gut gehalten hat sich das Stellenangebot. 555 offene Stellen betrug der Bestand im Dezember und lag damit nur geringfügig unter der November-Zahl sowie um 57,7 Prozent über dem Angebot vom Dezember 2004. Im aktuellen Berichtsmonat meldeten sich 1406 Personen arbeitslos, während 1197 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, 55 mehr als im November. Im Bereich Stadthagen ist die Arbeitslosenzahl um 126 auf 6696 oder von11,0 auf 11,2 Prozent gestiegen. In Stadthagen ist die Zahl der offenen Stellen von 407 auf 417 gestiegen. Das waren 168 mehr als vor einem Jahr. Von 3933 auf 4040 ist die Arbeitslosenzahl im kleineren Bereich Rinteln gestiegen. Die Quote hat dort einen Sprung von 11,6 auf 12,1 Prozent gemacht. In der Weserstadt ist das Stellenangebot von 150 auf 136 gesunken. "Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember ist nichtüberraschend. Der Anstieg ist aber geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Der Arbeitsmarkt hat in den beiden vergangenen Monaten vom guten Wetter profitiert. Im Dezember kam es witterungsbedingt zu Entlassungen. Entsprechend gehen wir davon aus, dass in den ersten Monaten des neuen Jahres die Zahl der Arbeitslosen weiter steigen wird", kommentiert Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit in Hameln, die Entwicklung. Sie hofft, dass eine weiter anziehende Konjunktur auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten schafft.

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