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Unsere Zeitung ruft zum Reimen auf: Gedichte von Leserinnen und Lesern gefragt / Vierköpfige Jury vergibt Lyrik-Preis

Lyrik-Wettbewerb: Wer schreibt die schönsten Gedichte?

Landkreis. Wozu Lyrik? Gibt esüberhaupt noch Menschen, die Gedichte schreiben? Und andere, die noch das Bedürfnis hegen, ein Gedicht zu lesen? Oder ist die "holde Dichtkunst" (Marcel Reich-Ranicki) nur noch Füller, auf die Redakteure in den Zeitungen zurückgreifen, wenn Lücken gefüllt werden müssen?

Nein, darum: Der Lyrik eine Gasse. Unsere Zeitung glaubt, dass unsere Leser daheim zuweilen (oderöfters) zur Feder greifen - und dichten. Daher ruft unsere Redaktion unter dem Motto "Schaumburg dichtet" einen neuen Lyrik-Preis aus. Und hat dafür prominente Unterstützung erhalten: Die gebürtige Obernkirchenerin und heute in Rolfshagen lebende Kristiane Allert-Wybranietz, die als erste mit Lyrik-Bänden auf der Bestseller-Liste des "Spiegels" auftauchte und nach wie vor Deutschlands erfolgreichste Nachkriegslyrikerin ist, Frank Suchland, der seit über zwei Jahrzehnten seine lyrischen Werke einer breiten Öffentlichkeit durch CDs, Hörbücher und Lesungen vorstellt und sich bundesweit einen Namen als Rezitator, Musiker und Dichter erarbeitet hat, dazu als drittes Mitglied den Mindener Burkhard Hedtmann, der weitüber die Grenzen seiner Stadt hinaus mit der Eröffnung des "Kleinen Burk-Theaters" im Wohnzimmer seines Hauses bekannt wurde und längst Kult ist, sowie Redakteur Frank Westermann als bekennenden Lyrik-Fan. Wer mitmachen möchte, muss folgende Regeln beachten: Es können pro Person bis zu drei Gedichte eingesandt werden, die allerdings eine "normale" Länge nicht überschreiten sollten. Dabei ist es unerheblich, um welche Lyrikform es sich handelt. Eine Themenvorgabe gibt es nicht. Prosawerke zu schicken, ist sinnlos: Sie werden weder gelesen noch beachtet. Die lyrischen Werke können an die Schaumburger Zeitung, Klosterstraße 32/33 in 31737 Rinteln, und die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung, Lange Straße 20 in 31675 Bückeburg per Post geschickt oder dort in den Geschäftsstellen persönlich eingereicht werden. Auch der E-Mail-Service unserer Zeitung kann unter sz-redaktion@schaumburger-zeitung.de und lz-redaktion@landes-zeitung.de genutzt werden. Ein Vermerk "Schaumburg dichtet" wäre hilfreich. Und den Namen und die Adresse bitte nicht vergessen. Wichtig: Es können nur Gedichte eingesandt werden, bei denen die Rechte beim Autor liegen. Einen Anspruch auf Veröffentlichung gibt es nicht, dennoch behält sich die Redaktion vor, die besten Gedichte zu veröffentlichen. Die eingereichten Manuskripte können leider nicht zurückgeschickt werden. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Der erste Preis sind zehn gebundene Bände aus der formidablen Reihe der "Frankfurter Anthologie", in der Marcel Reich-Ranicki seit fast drei Jahrzehnten ausgewählte Gedichte interpretieren lässt. Der zweite Preis sind drei Bände der "Frankfurter Anthologie", als dritter Preis winken drei CDs aus der "Limited Edition" des großartigen Rilke-Projektes, in dessen Rahmen ausgewählte Künstler Gedichte des Lyrikers lesen. Die besten drei Dichter haben zudem die Möglichkeit, einen halben Tag mit Kristiane Allert-Wybranietz sowie Frank Suchland und Burkhardt Hedtmann verbringen, die einen kritischen Lektor-Blick auf die Gedichte werfen werden und dabei sicherlich viele Tipps und Tricks verraten werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni. Und wer noch nie ein Gedicht oder einen Vers zu Papier gebracht hat: Nur Mut, denn auch andere Lyriker haben vonÄugelein, Mondenschein und süßen Rosenmündelein geschwärmt, haben Lockenhaar auf wunderbar und Himmelreich auf engelgleich gereimt. Ihren Ruhm hat es nicht schmälern können: Erst vor zwei Monaten haben wir den 150. Todestag von Heinrich Heine, der hier gemeint ist, begangen.

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