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North-Star-Cup mit 150 Teilnehmern - "supergut gelaufen"

"Lollipops'' Rock 'n' Roller tanzen aufs Treppchen

Bückeburg (ly). Von den vielen Meldungen zum North-Star-Cup 2006 hatte sich Cornelia Steep-Grannemann zuerst "wie erschlagen" gefühlt. Doch am Ende konnte die Sportwartin des Tanzsportclubs (TSC) Blau-Gold Röcke ihr Fazit in zwei Worten zusammenfassen: "Supergut gelaufen."

Wenn es Noten für die Organisation von Rock-'n'-Roll-Turnieren gäbe, hätte der Gastverein aus Hameln an den TSC die Höchstwertung vergeben: "Fünfmal Platzziffer 1." Bingo! "Nur durch perfektes Teamwork und die Unterstützung zahlreicher Helfer ist dies möglich geworden", so die Sportwartin. Für fetzige Musik sorgte die Technik-AG des Gymnasiums Adolfinum. Rund 150 Tänzer aus elf Vereinen, verteilt auf 66 Einzelpaare sowie sechs Formationen, haben Sonnabend die Sporthalle der Grundschule am Harrl gerockt und zahlenmäßig für eine der größten Veranstaltung des Cups gesorgt. Allein die Gastgeber waren mit 18 Paaren im Alter zwischen acht und 18 Jahren am Start. Vor heimischem Publikum konnten die Kinder und Jugendlichen vom "RRC Lollipop", der Rock-'n'-Roll-Sparte des TSC, zudem auch sportlichüberzeugen. So belegten Guiliana Hirsch/Mara Aylin Brinkmann in der Endrunde der Beginnerklasse nach Hameln Platz zwei und rückten in der Gesamtwertung auf Rang eins vor. In Klasse 1 erzielten Vanessa Becker/Felicitas Behlau mit einem siebten Platz das beste Ergebnis der Bückeburger. Gesa Grubert/Jenny-Lee Seemann, 2005 Vizemeister der Klasse 1 und diesmal in Klasse 2 am Start, verfehlten nur knapp einen Pokal. Für sie reichte es immerhin zu Rang vier. Aufs Treppchen durften die "Lollipops" dafür wieder bei den Formationen, rein optisch der Höhepunkt. Ergebnis: Dritte nach den beiden Hamelner Formationen und in der Gesamtwertung nunmehr auf Rang zwei. Zu Gast waren unter anderem Vereine aus Hamburg, Bremen und Thüringen. Einziger Wermutstropfen: Der Anteil männlicher Tänzer lag bei schlappen drei Prozent. "Rock 'n' Roll ist auch was für Jungen", ermuntert Cornelia Steep-Grannemann. Bückeburg war dritter Austragungsort der Turnierserie. Mehr als ein halbes Dutzend Veranstaltungen stehen noch aus. Der TSC Blau-Gold hat nach eigenen Angaben die zweitgrößte Rock-'n'-Roll-Sparte aller niedersächsischen Vereine. Dennoch "gilt Rock 'n' Roll gilt als Randsportart", so Steep-Grannemann. In Bückeburg war davon nichts zu spüren.

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