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Experte von "Josef Seibel" zu Gast in Cammer

Löwe schaut Schuster über die Schulter

Cammer (bus). Das außergewöhnliche Erlebnis, einem Schuhmacher über die Schulter schauen und "live" bei der Arbeit erleben zu können, ist in der zurückliegenden Woche der Kundschaft des Schuhhauses "Niemann" in Cammer geboten worden. Erhard Schmidt vom 1886 gegründeten Traditionshersteller "Josef Seibel" demonstrierte insbesondere das Einstechen der Handnaht, also das Verbinden der Sohle mit dem Schaft. "Die Besucher sind immer wieder erstaunt, dass wir in unserem Haus beinahe alles von Hand fertigen", sagte der Fachmann, der seit drei Jahren im Auftrag des in Hauenstein angesiedelten Unternehmens auf der Walz ist.

"Dieses aufwändige Verfahren stellt eine hohe Flexibilität und großen Laufkomfort der Schuhe sicher", erläuterte Schuhhausinhaber Philipp Niemann. Kunden, die den Vorgang unmittelbar erlebt hätten, betrachteten ihre Schuhe mit ganz anderen Augen. Schmidt unterstrich, dass bei "Josef Seibel" 97 Prozent aller Modelle mit der Hand vernäht werden. Und der Experte versicherte, nur ein Paar aus der großen Kollektion sei teurer als 100 Euro. Erfreulich für die Kundschaft des Cammeruner Anbieters: Parallel zum Besuch des Hauensteiners kamen die Produkte aus der "Gläsernen Schuhfabrik" zu erheblich reduzierten Preisen in die Regale. Zusatzerfreunis für junge Gäste: Auch der Fan-Löwe des Handball-Bundesligisten GWD Minden blickte dem Schuster über die Schulter. Dass das Maskottchen etliche kleine Überraschungen und Autogrammkarten der Handballspieler im Gepäck hatte, versteht sich von selbst.

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