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Gemeindekirchenratswahlen am 26. März / Vorbereitungen angelaufen / Bischof wirbt um Wähler

Landeskirche wählt 22 neue Kirchenparlamente

Bückeburg (rc). In den 22 Gemeinden der Schaumburg-Lippischen Landeskirche werden am 26. März neue Kirchenräte gewählt. Über 42 000 Wahlberechtigte sind aufgefordert, an die Wahlurnen zu gehen und die etwa 400 Mitglieder der Gemeindekirchenräte zu wählen. Derzeit sind die einzelnen Gemeinden mit der Aufstellung der Wahllisten und der Benennung der Wahlvorstände befasst. Am kommenden Sonntag wird von den Kanzeln erstmals offiziell verkündet, dass die Wahlen anstehen und damit der offizielle Startschuss gegeben. Bei der letzten Wahlvor sechs Jahren musste eine sehr geringe Wahlbeteiligung registriert werden.

Wie der Pressesprecher der Landeskirche, Pastor Josef Kalkusch aus Sachsenhagen, mitteilte, sehe er keine Probleme, dass die Gemeinden genügend Kandidaten für die Wahllisten finden werden. "Wir sind als kleine Landeskirche dicht dran an den Menschen." Er gehe davon aus, dass ein Generationswechsel vollzogen und vermehrt jüngere Bewerber antreten würden. Er sei sich sicher, dass es viele gute Leute gibt und die Kirche die Chance habe, diese auch zu motivieren. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, sei auf Ebene der lutherischen Kirchen Niedersachsens ein Konzept entwickelt worden, um mit Präsenten und Plakaten die Wähler zu motivieren. "Es wird mehr Öffentlichkeitsarbeit als in den vergangenen Jahren geben." Motto der Kampagne: "Kirche lebt durch..." In einem Grußwort wies Landesbischof Jürgen Johannesdotter auf die Bedeutung der Wahl hin. Mündige Gemeindemitglieder sollten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und dadurch zum Ausdruck bringen, dass die Kirche auch in Zukunft mit ihnen rechnen könne: "Denn Kirche sind wir." In den Gemeinde gebe es eine große Zahl ehrenamtlich tätiger Gemeindeglieder, die aus ihrem Glauben heraus gemeindliches Leben mitgestalten und "fröhlich bei der Sache sind". Die "Kirchenparlamente" Gemeindekirchenrat und der Kirchenvorstand würden die Rahmenbedingungen dafür schaffen, "dass unsere Gemeinden aktiv und lebendig bleiben". Es gehe darum, so der Bischof weiter, Menschen zu ermutigen, ihren Glauben und ihre Begabung einzubringen und sich der Aufgabe eines Gemeindekirchenrates und -Vorstandes zu stellen: "Wir sind auf ihren Einsatz und ihre Ideen angewiesen." Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde gemeldet sind. Die Wählerlisten werden derzeit vorbereitet und können in den kommenden Wochen in den Gemeindebüros und teilweise auch nach den Gottesdiensten eingesehen werden. In den kommenden Wochen werden zudem alle wahlberechtigten Gemeindeglieder Wahlbenachrichtigungen erhalten. Die Frist für die Benennung der Kandidaten endet am 19. Februar. Der Gemeindekirchenrat wird für sechs Jahre gewählt, die Zahl seiner Mitglieder richtet sich nach der Größe der Gemeinde. Nach der Wahl wählt der Kirchenrat aus seiner Mitte den Kirchenvorstand, kraft ihres Amtes gehören die Gemeindepastoren dem Kirchenrat an. Der Kirchenrat hat die Aufgabe, bei der Wahl der Landessynode mitzuwirken, bei der Besetzung von Pfarrstellen mitzuentscheiden, aus seiner Mitte den Kirchenvorstand zu wählen, wichtige, das Gemeindeleben berührende Angelegenheiten vorzubereiten sowie dem Kirchenvorstand Anregungen für seine Arbeit zu geben. Der Kirchenvorstand hat die Aufgabe, das geistliche Leben der Kirchengemeinde zu fördern, den Haushaltsplan zu beschließen, Mitarbeiter in den Dienst der Gemeinde zu berufen, sie in der Arbeit zu begleiten und das kirchliche Vermögen zu verwalten.

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