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Wahlbeteiligung in Schaumburg-Lippe bei 24,6 Prozent / Spitze in Niedersachsen

Landeskirche "steht auf festem Boden"

Bückeburg (epd). Entgegen dem Trend in Niedersachsen haben sich in der schaumburg-lippischen Landeskirche mehr Menschen an den evangelischen Gemeindekirchenratswahlen beteiligt als vor sechs Jahren. Die Wahlbeteiligung stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 24,6 Prozent. Damit liegt Deutschlands zweitkleinste evangelische Landeskirche im nördlichen Landkreis Schaumburg vor den großen Nachbarkirchen Hannover, Braunschweig und Oldenburg. Nach Ansicht von Landesbischof Jürgen Johannesdotter zeigt das Ergebnis, dass die Landeskirche "auf festem Boden steht".

In den Landgemeinden gingen 21 bis 39 Prozent der Kirchenmitglieder zur Wahlurne, teilte die Landeskirche mit. In den Städten Stadthagen und Bückeburg waren es deutlich weniger. Die Gewählten waren im Schnitt 49,5 Jahre alt. "Die Lebensentwürfe erlauben in diesem Alter eher die Übernahme von ehrenamtlicher Verpflichtung", sagte Bischof Johannesdotter. Entgegen dem Landestrend sank der Anteil der gewählten Frauen um einen Prozentpunkt auf 42 Prozent. Die Zahl der Jungwähler stieg von 0,7 auf drei Prozent an. Die schaumburg-lippischen Gemeindekirchenräte wählen in den kommenden Wochen aus ihren Reihen die Kirchenvorstände. In der hannoverschen Landeskirche sank die Wahlbeteiligung auf 17,21 Prozent. Die oldenburgische Kirche kam auf 14,99 Prozent. Die braunschweigische Landeskirche hielt die Beteiligung mit 24 Prozent in etwa stabil.

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