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"Luhdener Lauftreff" wiederbelebt - wer möchte gerne mitmachen?

Läufer mit Klasse kennen sich auch mit dem Baumstammwerfen aus

Luhden (tw). "Wir fingen klein an - und kamen doch groß raus", erinnert sich Siegfried Kaboth. "Wir", das ist die Sparte Triathlon, gegründet 1985/86 aus der Sparte Lauftreff im Luhdener Sportverein (LSV). Nachdem es in der jüngeren Vergangenheit eher still um die Triathleten der "Oldie-Truppe" geworden war, haben sich die Mitglieder entschlossen, sich zweimal in der Woche sportlich zu betätigen - und nennen sich nun wieder "Luhdener Lauftreff". Und der sucht jetzt möglichst viele neue Mitglieder ab 45 Jahren aufwärts. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme: die Mitgliedschaft im LSV.

Die Erfolgsstory der Luhdener Triathleten ist lang. "Im Jahre 1986 gelang es uns, bei den Niedersachsenmeisterschaften in Hannover den ersten Platz in der Mannschaftswertung zu erringen", weiß Kaboth. Der 58-Jährige, der von Beruf Polizeioberkommissar ist und seit kurzem zur Polizeistation Bad Eilsen gehört (wir berichteten), ist jetzt Leiter des Zusammenschlusses. Und ergänzt: "Ab 1986 ging es aufwärts." Zu verdanken war das nicht zuletzt dem damaligen Spartenchef Waldemar ("Waldi") Hoffmann, der die Mannschaft bis in die zweite Bundesliga Nord führte. Dort behauptete sich die Luhdener "Oldie-Truppe" mit ihren Leistungen im Mittelfeld von etwa 20 Mannschaften. Kaboth: "Nach dem Abstieg aus dieser Liga belegte der LSV in der Landesliga Plätze im vorderen ersten Drittel." Und: Die Triathlon-Oldie-Gruppe bestritt weiterhin - entsprechend ihrem Alter - Wettkämpfe im regionalen Bereich (Beispiel: Wasserstraße-Nienburg-Hameln). Besonders schön: Die Gründungsmitglieder und Recken von einst sind auch heute noch alle aktiv. Der älteste - und aktivste - ist mit 73 Lenzen "Waldi" Hoffmann. Die derzeit zehn Mitglieder des Lauftreffs Luhden trainieren jeweils mittwochs und samstags. Treffpunkt ist die Luhdener Sporthalle. In der dunklen Jahreszeit geht's mittwochs um 15 Uhr, in der hellen Jahreszeit erst um 18 Uhr los. Samstags dagegen wird immer um 18 Uhr gestartet. "Unser Training ist absolut locker. Niemand braucht Bedenken zu haben, dass er sich bei unsüberfordert", erklärt Kaboth, der übrigens zum Sportfest des Vereins 2003 den ostfriesischen "Nationalsport" Boßeln ins Schaumburger Land geholt und sich die dafür benötigten Kugeln von seinen Polizeikollegen im hohen Norden besorgt hatte. Die Streckenlänge, die die Läufer absolvieren, beträgt zwischen sieben und zehn Kilometern. Es geht ausschließlich über landschaftlich reizvolle Waldwege - etwa im Bereich Lange Wand. Schön auch: Um den Gemeinschaftsgeist zu stärken, treffen sich die Mitglieder in den Sommermonaten in unregelmäßigen Abständen zum Grillen an der Sporthalle und im Winter auch zum Glühweintrinken. Die Ehe- und Lebenspartner der "Oldies" sind bei den Zusammenkünften gern gesehene Gäste. Neben den immer noch beachtlichen Wettkampfleistungen zeigen die Sportlerübrigens auch im gesellschaftlichen Bereich lobenswerten Einsatz. Zu den Volksläufen sowie bei allen LSV-Veranstaltungen waren die "Oldies" immer abrufbar und brachten sich beispielhaft ein. Ein Wettkampf der besonderen Art wird seit einigen Jahren von einem Großteil der Recken besucht: Unter dem Motto "Germanenwettkampf" veranstaltet der TSV Welsede dieses jährlich stattfindende Spektakel. Zum Baumstammwerfen, Standweitsprung, Medizinballwerfen, Steinstoßen sowie dem Schleuderballwurf braucht es natürlich "richtige Kerle". Und gerade diese Anforderungen erfüllte die Mannschaft mit Hilfe weiterer LSV-Sportler vorzüglich. So ist es erklärlich, dass die Luhdener auch 2004, übrigens schon zum wiederholten Mal in Folge, den Sieg davon getragen haben; 2005 kamen sie immerhin auf Platz zwei. Übrigens: Wer im "Luhdener Lauftreff" mitschwitzen und sich fit halten will, sollte sich bei Siegfried Kaboth melden. Tel. (0 57 22) 8 45 02.

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