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30 Jahre Musikschule: Lehrer stellen zum Jubiläum erfolgreich ihr Talent unter Beweis

Konzert mit reichhaltiger Noten-Palette

Bückeburg. Besonders klangvoll ist es beim Jubiläums-Konzert der nunmehr 30-jährigen Musikschule Schaumburger Märchensänger zugegangen. Kein Wunder, denn diesmal wollten die Lehrkräfte ihr Talent unter Beweis stellen.

Die Noten-Palette war so reichhaltig bestückt, dass ein breites Spektrum an Kompositionen verschiedener Epochen, Besetzungen und Stile geboten werden konnte. Das reichte von Telemanns "Sonate Nr. 4" für Blockflöte und Violine (bemüht gespielt von Bettina Schell und Wolfgang Schattler) über den "Valse Triste" von Sibelius (eigenwilligan zwei Klavieren zelebriert durch Olga Kaztakova und Flora Volochina) bis zu den von Bettina Schell technisch sauber gebrachten, gewöhnungsbedürftigen Hirose-Meditationen aus dem Jahr 1975. Am meisten zu tun gab es während des über zweistündigen, pausenlosen Abends für den vielseitigen Nico Benadie. Nuancenreich schattierte der Pianist drei Highlights von Rameau und machte als Begleiter in der vom Cellisten Nikolaus Dietrich mit rundem Ton vorgeführten Schumann-Fantasie auf sich aufmerksam. Sein delikatesFingerhandwerk kam außerdem Petros Pappas' gekonnten Flöten-Kapriolen in einer modernen Sonatine von Duttileux zugute sowie den genussreichen Darbietungen von Volker Ahrendts. Lust- und kunstvoll kostete der Bariton Mozarts Canzonette des Don Giovanni und "An Chloe", KV 524, aus. Nicht minder effektreich widmete er sich dem heiteren "Kuss" van Beethovens, und auch Odins aufwühlender Meeresritt von Loewe besaß in dem Sänger und seinem Partner eloquente Fürsprecher. Gut aufgehoben waren im Reigen der bisweilen etwas zu langen Präsentationen noch drei unterschiedliche Piazolla-Tangos, die der Akkordeonist Laszlo Gulyas und die Gast-Cellistin Yasuko Ogata plastisch demonstrierten. Nicht geizig fiel zudem der Applaus für die eindringlichen Ibert-, Mosalini- und Piazolla-Arrangements des schon erwähnten Querflötisten Petros Pappas aus. Schade nur, dass für die junge Akkordeonistin Mateja Zenzerovic nur eine geschmeidige Assistentenrolle übrig blieb. In dem weit gespannten Programm hinterließ darüber hinaus der von Mikahil Chalamov als Gast am Flügel unterstützte Klarinettist Peter Malaj mit einem sanft und weich ausgeleuchteten Mozart-Adagio einen positiven Eindruck. Zum Schluss sorgte das homogene "Schaumburger Familien- Bläser-Quartett" für unterhaltsame Momente. Angespornt von Trompeter Heiko Deterding, punkteten Karin Mensching, Trompete, Astrid Deterding, Waldhorn, und Michael Mensching, Posaune, mit Vorträgen von Gabrielis lichtem "Ricercar del sesto tuono" und dem dynamischen "Sing Low".

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