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Ausstellung in der Sparkasse zeigt, wie aus Möbeln "von der Stange" kreative Wohnkultur wird

Kommödchen-Kunst aus dem Kinderzimmer

Ahnsen/Bückeburg (tw). Neues Projekt von Kunstschule und Atelier "Farbenfroh" in Ahnsen: Gemeinsam mit 13 Zöglingen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren hat Leiterin Susanne Sander (44) aus "Fira"-Kommoden des Möbelherstellers Ikea (Schweden) Kunstwerke gemacht. Sander hatte kürzlich durch den Verkauf eines Gemälde-Zyklus an das Airbus-Trainingscenter in Hamburg/Finkenwerder auch überregional auf sichaufmerksam gemacht (wir berichteten).

Die Kommoden werden vom 13. bis 24. Februar in der Geschäftsstelle der Sparkasse Schaumburg (Bückeburg, Lange Straße) ausgestellt. Weil Kunst auch aus kleinen Händen natürlich nicht anonym bleiben darf, gibt's zu jeder Kommode einen "Steckbrief" mit Namen und Foto des betreffenden Kindes; die Steppkes selbst sind bei der Vernissage dabei. "Die Kinder haben die Objekte an drei Tagen im November in der Kunstschule bemalt", sagt Sander. Bis zur Eröffnung der Ausstellung - und danach wieder - zieren sie die Kinderzimmer der kleinen Künstler. Die Ahnserin: "Alle 13 haben vorab eine Skizze angefertigt. Gemeinsam haben wir dann geprüft, ob sie das Gezeichnete angesichts ihres Alters umsetzen können - oder nicht." Anschließend konnten die Knirpse ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Was dabei heraus gekommen ist, wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel: Es ist sehenswert ... Dass sich Sander bei der Auswahl der Kommoden - richtiger: "Kommödchen" - für den Hersteller aus Schweden entschieden hat, hat gleich mehrere Gründe: "Sie bestehen zum einen aus unbehandeltem Holz. Zum anderen sind sie von der Größe her so beschaffen, dass sie auch von Kinderhänden problemlos bemalt werden können. Last, but not least sind sie für die Eltern bezahlbar." Das "Kommödchen"-Projekt ist bereits das zweite, das Sander gemeinsam mit der Sparkasse Schaumburg umsetzt. Bereits im April 2005 zeigte die Ahnserin in deren Bückeburger Geschäftsstelle die Ausstellung "Stehstühle". Die Stehstuhl-Ausstellung zeigte die Ex-Ruhemöbel in unterschiedlichsten Varianten. Mal wuchs auf der früheren Sitzfläche üppiger Rasen, mal bot sie Platz für ein komplettes Landschaftsarrangement, mal machte es sich eine Schafherde auf ihr gemütlich. Was allen gemeinsam war: Farbe und Dekorationen hatten die Stühle in prächtige Exponate verwandelt. "Zum Sitzen viel zu schade", gab Geschäftsstellenleiter Uwe Hahne der Initiatorin damals recht.

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