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Neue Boulebahn am Schützenhaus offiziell eingeweiht / Faustdicke Überraschung durch "Die Noltings"

Kleinenbremer Herzschlag-Finale endet 13:12

Kleinenbremen (ly). Seit anderthalb Jahren ist Stephan Böhme nun Bürgermeister in Porta Westfalica. Und er empfindet "zunehmend Stolz" darüber, "was Portaner auf die Beine stellen können". Beispiel Kleinenbremen: Dort hat Böhme jetzt offiziell die neue Boule-Bahn am Schützenhaus eingeweiht, entstanden in 400 Arbeitsstunden des Vereins Dorfgemeinschaft.

Keinen Cent hat das die Stadt gekostet. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement, finanziellem und zeitlichem Einsatz sei Porta Westfalica um diese Anlage bereichert worden, lobte der Verwaltungschef, der eigentlich ersten Urlaubstag hatte, den Auftakt aber nicht verpassen wollte. Zuerst aufgetreten ist das in Kleinenbremen grassierende Boule-Virusim Schaumburger Land, einer Hochburg. "Jetzt darf man gespannt sein, ob das Fieber auch in andere Portaner Ortschaften schwappt", so Böhme. Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Friedrich Heine, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, freute sich bei der Eröffnung erstens über "Kaiserwetter", zweitens über "Dorfentwicklung pur". Dass eine neue Sportanlage die Stadt nichts koste, passiere nicht oft, sagte Heine. "Wir reden nicht nur darüber, wir machen es einfach." Und dann ging's los: 19 Amateur-Teams mit jeweils drei oder vier Spielern gaben sich beim Schnupperturnier zur Einweihung der Bahn die Kugeln. Am Ende, nach acht Stunden eher zufällig eingeläutet durch die Kirchenglocken, stand eine faustdicke Überraschung: In einem Herzschlag-Finale hatten "Die Noltings" der favorisierten Truppe "Die Lütjenbremer" mit 13:12 denkbar knapp das Nachsehen gegeben. Im Spiel um Platz drei unterlag die zweite Mannschaft der "Lütjenbremer" dem Schützenverein Kleinenbremen 5:13. "Alle waren begeistert", zog Bernhard Lalla, Boule-Sportwart der Dorfgemeinschaft, nach der Siegerehrung ein positives Fazit. Sechs der Teams hätten sich gleich für das nächste Kräftemessen angemeldet, ein offenes Turnier an Fronleichnam, 15. Juni. Innerhalb von zwei Monaten haben 15 Helfer der Dorfgemeinschaft die Anlage, finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, im Herbst vergangenen Jahres errichtet. Gespielt wird auf zwei 15 Meter langen Bahnen (Fläche: jeweils 60 Quadratmeter) mit einer Oberfläche aus Granulat. Eine Flutlichtanlage, die endgültig südländisches Flair nach französischem Vorbild garantiert, soll bald folgen. Das Gelände hat die Stadt zur Verfügung gestellt. Gegen einen kleinen Obolus kann die Bahn ab sofort werden. Anmeldungen bei Bernhard Lalla unter Tel. (0 57 22) 204-33 02 (Volksbank) oder Hans-Jürgen Berneking (49 12).

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