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Kreiselternrat sieht Nachteile für kleine Schulen, wie sie auch im Landkreis üblich sind

"KER sehr wohl auf dem neuesten Stand"

Landkreis (jl). Der Kreis elternrat (KER) mag die Kritik der FDP-Kreisvorsitzenden Renate Jobst an seiner Sicht zur Eigenverantwortlichen Schule so nicht hinnehmen. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Bernd Wolf sieht den Einfluss der Eltern - anders als Jobst - geschwächt: "Wer den Gesetzentwurf vom 27. April 2006 zur Eigenverantwortlichen Schule aufmerksam betrachtet, wird zu der Erkenntnis gelangen, dass der vorgesehene Schulbeirat lediglich an größeren Schulen und insbesondere an Gymnasien und den BBS ein wertvolles schulisches Organ sein kann, um auch das schulische Umfeld (vor allem Wirtschaft, Vereine, Verbände) mit einzubinden", so Wolf in einer Pressemitteilung.

Im Kreis Schaumburg bestehe die Schullandschaft aber vornehmlich aus Schulen mit geringeren Schülerzahlen. Insbesondere an Hauptschulen, Förderschulen und kleinen Grundschulen sei ein Schulbeirat in der vorgesehen Zusammensetzung schwierig zu besetzen, "wenig zielgerichtet und nicht geeignet, seine Funktion angemessen zu erfüllen". Somit sei es der Landesregierung gelungen, "im großen Stil bisherige Rechte der Elternvertretungen beziehungsweise der Gesamtkonferenz intelligent durch die Einrichtung des "Papiertigers "Schulbeirat verschwinden zu lassen", schreibt Wolf. Der Umstand, dass auch der Schulträger per Gesetz Mitglied im Schulbeirat der Schule zu sein habe, veranlasst den KER zu folgendem Zahlenspiel: "Der Landkreis Schaumburg ist Schulträger der weiterführenden Schulen und der Förderschulen und somit für mehr als 20 Schulen. Jeder Schulbeirat wird mindestens zwei Mal jährlich tagen. Insofern bedeutet die Einführung des Schulbeirates: zusätzliche Teilnahme des Schulamtes des Landkreises an mindestens 40 Sitzungen von Schulbeiräten im Landkreis Schaumburg. Auch hier zeigt sich bereits, wie sinnvoll dieses Organ "Schulbeirat" sein wird." "Wünschenswert wäre es gewesen, Frau Jobst hätte vorab ein Gespräch mit uns geführt, anstatt mit politisch gefärbten Pressemitteilungen die Eltern im Landkreis zu beeinflussen", meint Wolf.

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