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Ausstellung und Workshops in Vorbereitung / Jugendring plant Brückenschlag zwischen Generationen

Jugend bekennt sich zu Toleranz und Demokratie

Obernkirchen (sig). Gleich zwei herausragende Veranstaltungen plant der Jugendring. Den Auftakt macht vom 8. bis zum 11. Juni ein großes Fest in einem Zirkuszelt auf dem Kirchplatz. Als Kooperationspartner wirken dabei mit die Kreis- und Stadtjugendpflege, das "Kulturfenster", die Schulen und Kindergärten sowie die örtlichen Kirchengemeinden. Wenige Tage später will die Jugend öffentlich "Farbe bekennen gegen Rechts".

Für den Aufbau des Zirkuszeltes und die damit verbundenen Aktionen gibt es einen besonderen Anlass. Das ist die Ausbildung von Jugendgruppenleitern im Schaumburger Land, die inzwischen auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Weil es wichtig ist, einen Brückenschlag zwischen denGenerationen zu schaffen und eine unsinnige Neid-Debatte zu beenden, laden die Organisatoren am Donnerstag, 8. Juni, zunächst einmal die älteren Mitbürger ein. Kinder und Jugendliche wollen für Senioren einen abwechslungsreichen Nachmittag gestalten. Zu einer nichtöffentlichen Veranstaltung sind am darauf folgenden Freitag alle Jugendgruppenleiter eingeladen, die in den vergangenen 25 Jahren im heimischen Raum ausgebildet wurden. Bei diesem Treffen wird in dem Zelt auch das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen Deutschland und Costa Rica übertragen. Den "Südamerikanischen Abend" am Sonnabend, 10. Juni, gestaltet das "Kulturfenster". Zu Gast ist die Musikgruppe "Habanna". Den Auftakt des Sonntags bildet ein Kindergottesdienst, an den sich ab 11.30 Uhr die Darbietungen eines Mitmach-Zirkus anschließen. 30 angehende ABC-Schützen und die gleiche Anzahl Jungen und Mädchen aus 5. Klassen sollen das Programm gestalten. Die Einstudierungübernimmt das Zirkusensemble "Zippolino". Im Zeitraum vom 16. bis zum 23. Juni geht es um ein zurzeit wieder besonders aktuelles Thema. Das ist das Bemühen der immer jünger werdenden Rechtsextremisten, das Ideengut einer schlimmen Diktatur zu verbreiten. Der Vorsitzende des Kreisjugendrings, Dirk Assel, sprach bei der Vollversammlung des Jugendringes dieses Thema an. Er wies darauf hin, dass es beim jüngsten Frühlingsmarkt in der Bergstadt Pöbeleien und auch einige Handgreiflichkeiten mit rechtsgerichteten Jugendlichen gegeben habe. Außerdem sind auch neue Schmierereien auf dem Judenfriedhof bekannt geworden (wir berichteten). Dieüberwiegende Anzahl junger Menschen denkt anders und will deshalb Farbe bekennen. Der Ortsjugendring Obernkirchen möchte aus diesem Anlass Kontakt mit der Leitung des Schulzentrums "Am Ochsenbruch" aufnehmen, um dort eine Ausstellung unter dem Titel "Jugend für Toleranz und Demokratie" auszurichten. Sie soll verbunden werden mit Workshops, an denen Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte, Politiker und andere Multiplikatoren teilnehmen. Die Geschäftsführerin des Ortsjugendringes, Gabriele Franz, teilte in der Vollversammlung im Jugendzentrum darüber hinaus mit, dass man sich wie im Vorjahr auch 2006 wieder sehr aktiv an den Owoki-Ferienaktionen beteiligen werde. Geplant sind unter anderem Besuche in der Schillathöhle, bei einem Bielefelder Streichelzoo und bei der Wasserschutzpolizei in Hameln. Außerdem soll es wieder eine Radtour zum Gelldorfer Heuhotel mit Übernachtung geben. Der Vorstand des Ortsjugendrings möchte noch weiteren Ideen nachgehen. Dazu gehören Turniere mit Anhängern von Inlineskating, Streetball und Streetsoccer. Auf dem Programm steht außerdem eine Kinonacht im Jugendzentrum. In den Sommerferien ist eine zwölftägige Freizeit in Leer geplant. Sie steht unter dem Motto "Paddel und Pedal". Die Teilnehmer können per Fahrrad und Boot eine Strecke bis zur Meyer-Werft bei Papenburg zurücklegen.

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