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Reformierte organisieren Treff für sozial Schwache - und hoffen auf ökumenische Hilfe

Jakobigemeinde deckt den Frühstückstisch

Rinteln (ur). "Kirchengemeinden müssen neben ihrem innergemeindlichem Leben auch ein soziales Profil nach außen entwickeln", meint nicht nur Pastor Heiko Buitkamp von der ev.reformierten Jakobikirche in Rinteln: Auch Gemeindevertretung und Kirchenrat kamen daher nach Diskussion überein in der Absicht, ein Projekt zu starten, das sich schwerpunktmäßig an Obdachlose und Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten wenden.

Schwierigkeiten, mit denen sich nach Einführung des Arbeitslosengelds II und der Hartz IV-Regelungen immer mehr Menschen auseinander setzen müssen, wie der immer größere Andrang bei der "Tafel" belegt. Eine Notlage, die längst nicht mehr nur außerhalb der lokalen gesellschaftlichen Strukturen angesiedelt ist, wie auch in der immer stärker werdenden Nachfrage für günstige Gebrauchtkleidung oder Möbel aus zweiter und dritter Hand zum Ausdruck kommt. "Wir wollen in Zukunft ein Frühstückstreffen für solche Menschen anbieten - zunächst nur in monatlicher Folge, aber wenn sich dabei ein entsprechender Bedarf herauskristallisiert, denken wir auch über einen kürzeren Turnus nach." Was allerdings voraussetzt, dass sich aus der Gemeinde, aber gern auch darüber hinaus engagierte Zeitgenossen melden, die im Helferkreis mitmachen wollen, bei den Vorbereitungen beteiligt sind oder auch bei den Frühstückstreffen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Perspektivisch will man in diese Arbeit auch Gesprächs- und Beratungsangebote integrieren oder auch die Möglichkeit zum Waschen von Kleidung anzubieten: "Es haben sich auch schon einzelne Ärzte und Rechtsanwälte gemeldet, die vielleicht mal den einen oder anderen Tipp geben oder im Einzelfall auch mal konkrete Hilfe leisten könnten. In jedem Fall will man auch mit den anderen Kirchengemeinden imökumenischen Geist zusammenarbeiten und Geschäftsführer Martin Barwisch vom Diakonischen Werk hat bereits wissen lassen, dass auch er bereit ist, mit seinen Erfahrungen aus sozialen Brennpunktbereichen zur Verfügung zu stehen. Auch an einer ergänzenden Zusammenarbeit mit der "Tafel" des DRK und Gruppen wie der Silvesterinitiative oder Charity-Organisationen ist man interessiert Nicht zuletzt gilt es natürlich auch, Spender von Geld, Lebensmitteln etc. zu gewinnen, sowie Helfer beim Tischdecken, abwaschen und anderen Dienstleistungen. Ein erstes Planungstreffen für Hilfsbereite soll am Donnerstag, dem 23. Februar um 16 Uhr im Gemeindesaal stattfinden. Gern werden auch Angebote und Zusagen im Gemeindebüro von Jakobi unter der Rufnummer 05751/2674 entgegengenommen oder auch per e-mail (rinteln@reformiert.de).

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