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Gemeindebürgermeister zieht Konsequenzen aus Umweltfreveln

Immer wieder ist Hausmüll drin: Vier Papierkörbe sind schon weg!

Buchholz (tw). Hartmut Krause reicht's: Immer wieder muss Buchholz' Bürgermeister, muss aber auch der Gemeindearbeiter bei "Routine-Rundgängen" feststellen, dass Umweltfrevler ihren Hausmüll tütenweise in den Papierkörben des Ortes entsorgen. Viele der im Wortsinn zugemüllten Behältnisse quellen über, der Wind verteilt den Unrat nicht selten in der Umgebung.Der Bürgermeister hat die wohl nicht unbegründete Vermutung, dass die Umweltfrevler aus Buchholz selbst kommen.

"Besonders schlimm", sagt Krause, "sieht's an den Bushaltestellen, sieht's aber auch an der Auebrücke aus". Jetzt ist die Geduld des Bürgermeisters erschöpft: "Wird der Hausmüll dort weiterhin in die Körbe gestopft, werde ich sie alle ausnahmslos abmontieren lassen." Denjenigen am Dorfgemeinschaftshaus, aber auch den an der Straße Zum Eichkamp hat Krause eben deswegen bereits entfernt; am neuen Buswartehäuschen an der Waldstraße hat er wohlweislich erst gar keinen installiert. Klartext: Die Hälfte der Körbe ist weg. Bleiben aktuell noch vier übrig. Kommt noch hinzu: Auch der Bereich unterhalb der Bahnbrücke ist vermüllt; der Bürgermeister hat das Unternehmen bereits angeschrieben. Last, but not least ein Problem in Buchholz: "Viele Anwohner reinigen die Gehwege und Gossen vor ihren Häusern nicht oder weigern sich, den ihnen obliegenden Teil des Winterdienstes zu verrichten", klagt Krause. Besonders schlimm sehe es vor verpachteten, aber unbebauten Grundstücken aus. Eben diesen Punkt hatte er schon einmal in einem Rundbrief an die Buchholzer moniert - leider ohne Erfolg. Jetzt will der Bürgermeister den Säumigen nochmals ins Gewissen reden; die Ersten haben bereits über die Samtgemeinde "Mecker"-Post erhalten. Krause: "Zwar steht in der Satzung geschrieben, dass der Gehweg und die Gosse vor den jeweiligen Grundstücken einmal in der Woche gereinigt werden müssen - aber darauf bestehen wir ja gar nicht." Es reiche völlig aus, wenn diese Arbeit einmal im Monat erledigt werde, "wenn es danach nur ordentlich aussieht".

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