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40 Autofans kutschieren mit ihren DKW "F 102" zum Treffen in Kleinenbremen

Im Rückspiegel glänzt die gute, alte Zeit ...

Kleinenbremen (mig). Wer am vergangenen Wochenende als Tourist den Parkplatz des Besucher-Bergwerks ansteuerte, blieb erstmal stehen: Dort waren mehrere Generationen Automobilgeschichte einträchtig versammelt.

Anstatt dieörtliche Unterwelt zu erkunden, beugte sich manch ein Besucher über Motoren und fachsimpelte mit den Besitzern der alten Schätzchen. Dabei wurde schnell klar, dass hier ein wirklich außergewöhnliches Treffen stattfand. 40 Jahre, nachdem der letzte DKW (Deutscher Kraftwagen), ein "F 102", das Band in Ingolstadt verlassen hat, ließen die Mitglieder des Auto-Union-Veteranen-Club (AUVC) das Vehikel zum zweiten Mal nach 1986 hoch leben. Die im AUVC beheimateten etwa 40 Besitzer eines oder mehrerer DKW kamen im Weserbergland aber vor allem zusammen, um ihrem Hobby nachzugehen. Nach einer Rundfahrt durchs Lipper Land wurden Ersatzteile getauscht und Autos stolz vorgeführt. Natürlich waren die Sammler auch gerne bereit, Fragen rund um den DKW zu beantworten. Die Gäste interessierte, dass der letzte DKW Pate stand für den ersten Nachkriegs-Audi. Dass die Leidenschaft für den "F 102" durchaus auch zu Spannungen führen kann, musste Hartmut Laube erfahren, der in der Opelstadt Rüsselsheim wohnt. "In der Familie meiner Frau sind alle ,Opel' - ich und meine Familie stehen hinter den vier Ringen." Sein DKW F 102 hat 435 000 Kilometer auf dem Zähler. "Bis vor zwei Jahren sind wir damit samt Wohnwagen noch nach England gefahren", erzählt Laube stolz. Auch unter den Besuchern fanden sich DKW-Fans: "Wir hatten einen ,Junior', der lief tadellos", meinen Ingeborg und Friedhelm Eckert aus Bückeburg, lugen durchs Seitenfenster ins Innere - und sehen im Rückspiegel des F 102 die gute alte Zeit, in der man selbst noch jung war ...

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