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Bauausschuss Luhden berät Neuanpflanzungen an der Sporthalle

Im Herbst kommt der Baumersatz

Luhden (tw). Der Sportplatz in Luhden soll nicht "oben ohne" bleiben: Nachdem die - morschen - Birken auf dem Areal gefällt wurden (wir berichteten) sollen Ende September 16 neue Bäume respektive Schattenspender gepflanzt werden. Den entsprechenden Empfehlungsbeschluss hat der Bauausschuss unter seinem Chef Bernd Gliese (SPD) nach einem Ortstermin einstimmig in der Gemeindeverwaltung am Lindenbrink gefasst. Dass die Gemeinde bislang gewartet habe, begründet Bürgermeister Hartmut Büscher (SPD) so: "Der Herbst ist die beste Pflanzzeit. Hätten wir die Bäume schon im Sommer in die Erde gebracht, hätten wir extra jemanden beschäftigen müssen, der sie wässert."

Damit die "Neuen" auf dem Platz auch ins Augen fallen, sollen die Bäume einen Umfang von 12 bis 14 Zentimetern und eine Stammhöhe von drei bis dreieinhalb Metern haben. Diskussionsgrundlage für den Rat, der noch vor der Sommerpause zusammentreten soll, ist ein Papier, das Ursula Gruchmann, Projektleiterin bei der Beschäftigungsgesellschaft Schaumburg, erarbeitet hat; es enthält detaillierte Vorschläge für die Art der Bäume. "Klar ist bis jetzt so viel: Wir wollen keine Obstbäume. Außerdem sollen die ,Neuen' in fünf bis sechs Meter Anstand zu den Grundstücksgrenzen gesetzt werden", sagt Büscher. Begründung des Bürgermeisters: "Die Früchte, die Obstbäume tragen, würde niemand ernten; also würden sie auf dem Rasen verfaulen und Wespen anlocken." Der Grenzabstand sei wichtig, damit es bei den Neuanpflanzungen nicht - wie weiland bei den Birken - Probleme mit den Nachbarn gebe. Finanziert werden sollen die Bäume aus dem Erlös, den der Verkauf der Birken an Luhdener Bürger eingebracht hatte. "Die sind damals alle weggegangen wie warme Semmeln", sagt Büscher. Und ergänzt: "Sechs weitere Anfragen haben wir nicht mehr befriedigen können." Die 750 Euro, die der Verkauf eingebracht habe, seien auf einem Konto gebunkert. "Sollte das Geld für die Neuanpflanzungen nicht reichen, werden wir den Rest aus der Gemeindekasse nehmen müssen". Die von der Garten- und Landschaftsbauerin Gruchmann erarbeite Baumauswahl schlägt für den Sportplatz folgende Pflanzen vor: Hartriegel, Goldsäulen-Ulme, Hollunder, Hainbuche, Eberesche, Blut- und Feldahorn, Akazie, Eiche, Vogelbeere. "Bei der Auswahl habe ich darauf geachtet, dass sich die Bäume nicht zu stark versamen und dass es sich ausschließlich um Arten handelt, die in der Region beheimatet sind", so die Projektleiterin auf Nachfrage dieser Zeitung. Zur Erinnerung: Die Politiker hatten am 25. Januar 2006 entschieden, an alle Birken auf dem Sportplatz die Kettensäge zu legen. Mit zu dem Ratsvotum, die Bäume zu fällen, dürfte das Sturmtief "Dorian" beigetragen haben, das am 16. Dezember 2005 eine der Birken entwurzelt hatte. Die Kontroverse um Fällen oder nicht Fällen hatte die Bürgervertreter insgesamt fünf Mal beschäftigt. Ihren Höhepunkt erreichte die Diskussion während der Ratssitzung am 27. September 2005, als die Politiker mit gleich zwei Gutachten konfrontiert wurden, die unterschiedliche Aussagen zum Schädigungsgrad der Bäume machten.

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