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Kulturelle Sonntagsstunde mit Lesung und Harfenklang im Prinzenhof

Im Fremdartigen das Einfache: Zwei Damen für Herrn Oscar Wilde

Rinteln (ur). Der nächste "Sonntag im Prinzenhof" am 22. Januar um 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) ist dem literarischen Werk von Oscar Wilde gewidmet, der seine ersten Erfolge nicht erst mit seinem wohl bekanntesten Roman "Das Bildnis des Dorian Gray" feierte, sondern mit kunstvollen Märchen, die der "Vater aller Dandies"anno 1888 zu dem Band "The happy prince and other tales" zusammenfasste.

Entnommen daraus ist die Geschichte "Der Nachtigall und die Rose", die im Mittelpunkt dieser poetischen Teestunde im charmanten Dachgeschoss des historischen Fachwerkhauses steht und von der Schauspielerin Cornelia Flöge vorgetragen wird. Die Vorleserin hat ihre Ausbildung an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin absolviert und war an verschiedenen Stadttheatern tätig. Seit 2002 gehört sie dem Ensemble der Bremer Shakespeare Company an und spielte unter anderem den "Puck" im "Sommernachtstraum", hat aber auch einige Erfahrung als Sprecherin für Hörspiele und Hörbücher sammeln können. Ihr zur Seite steht bei dieser Oscar Wilde-Performance die Harfenistin Maria Todtenhaupt, die nach ihrem Konzertexamen an der Berliner Hochschule für Künste unter anderem mit Claus Peymann beim "Berliner Ensemble" gearbeitet hat und festes Mitglied der "Musica Viva" in Bremen ist. Sie interpretiert am Sonntag Werke von J.S. Bach und Max Reger. Die Förderung durch die Sparkasse macht es dem Kulturring möglich, die Eintrittskarten für diesen viel versprechenden Sonntagnachmittag für zehn Euro anzubieten, wobei Kaffee oder Tee und Pausengebäck enthalten sind. Der Vorverkauf läuft über die Geschäftsstelle der Schaumburger Zeitung. Sie brauchen noch einen Anstoß? Vielleicht reicht Ihnen diese Beschreibung von Mr. Wilde persönlich: "Studien in Prosa, um der Lust am Fabulieren willen in eine phantastische Form gegossen. Sie gehören zum Teil den Kindern und zum anderen Teil jenen Menschen, die sich die kindliche Fähigkeit des Staunens und des Entzückens bewahrt haben und die fähig sind, im Fremdartigen das Einfache aufzuspüren."

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