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Großimmobilie in Niedernwöhren soll zwangsversteigert werden / Keine Einzelverwertung

Im Angebot: Das komplette "Landhaus Heine"

Niedernwöhren (jl). Die 135 Jahre alte Traditionsadresse "Landhaus Heine" soll möglichst eine solche bleiben. Darauf haben sich Insolvenzverwalter und die Hauptgläubigerin festgelegt. Zu welchen Konditionen die Niedernwöhrener Großimmobilie zu haben sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

"Es wird keine Einzelverwertung von Gebäuden und Inventar geben. Wir streben eine Gesamtvermarktung an", sagte Insolvenzverwalter Robert Pinter auf Anfrage. Auf diesen Weg habe er sich mit der Hauptgläubigerin, der Sparkasse Schaumburg, geeinigt. Die Komplettlösung macht nach Pinters Einschätzung Sinn, weil beispielsweise mit Mobilar und anderem Inventar wohl wenig Erlös zu erzielen wäre. Vor allem seien diese Dinge für das "Landhaus" angeschafft worden und würden in der Überzahl nur dort vernünftig verwendet werden können. Die Sparkasse hat nach Angaben ihres Pressesprechers Werner Nickel inzwischen die Zwangsversteigerung beim Amtsgericht Stadthagen eingeleitet. Der Verkehrswert sowie ein Versteigerungstermin stehen laut Nickel noch nicht fest. In das Gebäude war außer dem Kaufpreis im Jahr 2003 noch einmal kräftig investiert worden. Damals hatten eine Gastronomin und deren Ehemann das Traditionshaus von der Familie Heine übernommen. Gerade mal zwei Jahre hat dieser Neubeginn gedauert. Ende November 2005 hat die Besitzerin das Haus sang- und klanglos geschlossen. Deswegen mussten in Niedernwöhren und Umgebung viele Adventsfeiern auf die Schnelle in andere Gaststätten oder Räumlichkeiten verlegt werden. Die Gastronomin hat dann den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bückeburg gestellt. Als Begründung hatte die inzwischen in Stadthagen lebende Frau drastische Umsatzeinbußen angegeben. Deswegen sehe sie keine Chance, den Betrieb wirtschaftlich fortzuführen. Jetzt wird jemand gesucht, der sich das zutraut.

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