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Hartz IV damals - sozial engagierte Fürstin hilft Tagelöhnern und Bauern

Ida sei Dank: Turmgaststätte auf der Harrl-Höhe ist sehr beliebt

Bergdorf (bus). Die Ausflugsgaststätte "Idaturm" erfreut sich bei den Bückeburgern und den Bewohnern der umliegenden Ortschaften nach wie vor großer Beliebtheit. Darüber hinaus finden gerade in der heißeren Jahreszeit etliche auswärtige Gäste den Weg auf die Höhen des Harrls. Das Vergnügen, dessen gastronomischen Teil Christiane Kunkel managt, haben die Besucher dem von 1807 bis 1860 residierenden Fürsten Georg Wilhelm und dessen sozial engagierter Gattin Ida zu verdanken.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte hierzulande große Not. Speziell die heimischen Kleinbauern und Tagelöhner nagten am Hungertuch. Um für ein wenig Linderung zu sorgen und der zunehmenden Unruhe die Spitzen zu nehmen, stellte Georg Wilhelm eine Art Notstandsprogramm auf die Beine. Ein Teil des Programms war die Errichtung zweier Vermessungstürme - einer wurde in Wölpinghausen, der andere auf dem Harrl hochgezogen. Deren Wert als trigonometrische Punkte für die Landvermessung hielt sich in Grenzen. Als Ausflugsziel und Aussichtsplattform war der Harrl-Turm indes von Anfang an ein Renner. Die Gäste werden heute in der Turmgaststätte bestens versorgt. Kunkel hält ein überschaubares, aber durchweg stimmiges Speisen- und Getränkeangebot für die Besucher bereit. Außer unterschiedlichen Suppen, Wurst-, Käse- und Schinkenbroten sowie selbst gebackenem Kuchen stehen Spezialarrangements wie "Turmschmaus" und "Treppensteiger" auf der Karte.

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