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Norddeutscher Handballverband nimmt HSB aus dem Spielbetrieb

HS Bückeburg erster Regelabsteiger Schramme kämpft gegen die Sperre

Handball (hga). "Die HS Bückeburg 04 ist erster Regelabsteiger", mit diesen Worten hat Monika Wöhler, Staffelleiterin der Frauenhandball-Regionalliga Nord, das vorzeitige Aus für die HSB in der Regionalliga mitgeteilt.

Der Norddeutsche Handballverband (NHV) hatte die HSB am vergangenen Wochenende wegen Nichtzahlung ausstehender Schiedsrichtergelder zum zweiten Mal in der laufenden Saison gesperrt (wir berichteten). In Paragraph 32, Absatz sieben der Rechtsordnung vom Deutschen Handballbund (DHB) heißt es: Die Sperre erlischt sieben Tage nach Vorlage des Einzahlungsbeleges. Dieser Beleg habe am vergangenen Sonntag vorgelegen, so Wöhler. Damit wäre die HSB ab dem kommenden Montag wieder spielberechtigt. Da die HSB aber somit für das morgige Spiel gegen die HSG Isenhagen noch gesperrt ist, tritt die Mannschaft zum dritten Mal in der laufenden Saison nicht an und ist automatisch erster Regelabsteiger. Die bisher gewerteten Spiele der HSB wurden bereits aus der Wertung genommen. "Ein schlechter Scherz", sagte HSB-Manager Bernd Schramme zu der Entscheidung. Schramme stellte jetzt Verstöße seitens des NHV´s gegen die DHB-Rechtsordnung fest und wird gegen die Entscheidung angehen. Bereits das erste Zahlungsziel für die ausstehende Forderung von 78 Euro, datiert vom 3. Februar und gesetzt für den 9. Februar wird bestritten, es hätte nach Schrammes Ansicht der 10. Februar seinmüssen. Da der Betrag am 9. Februar nicht eingegangen war, verhängte der NHV die Sperre und teilte dies der HSB per Einschreiben am 11. Februar mit. Und genau hier sieht Schramme einen eklatanten Verstoß gegen die DHB-Rechtsordnung. Dort heißt es in Paragraph 32, Absatz vier: Werden Strafen und Auslagen nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt oder kommt ein Verurteilter den Auflagen eines Urteils oder Beschlusses nicht oder nicht rechtzeitig nach, mahnt der Kassenwart den Säumigen auslagenpflichtig unter Setzung einer erneuten Zahlungsfrist von einer Woche. "Das hätte verlängert werden müssen", ist Schramme daher überzeugt. Erst bei einer Nichtzahlung nach der neuen Frist hätte die HSB gesperrt werden dürfen, so Schramme. Auf Grund dieser Tatsachen ist Schramme davon überzeugt, dass die Sperre vom vergangenen Wochenende nicht rechtmäßig war. "Wir werden versuchen, die Kuh so vom Eis zu bekommen", kündigte Schramme den Versuch an, sich aus Sicht der HSB mit dem NHV gütlich zu einigen. "Sollte das nicht funktionieren, werden wir Einspruch beim Verbandssportgericht einlegen. Gegebenenfalls werden wir die Verantwortlichen in Regress nehmen", gab sich Schramme kämpferisch. NHV-Staffelleiterin Wöhler mochte indes dazu keinen Kommentar abgeben. Das mögliche Einspruchsverfahren kann sich über mehrere Wochen hinziehen.

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