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Schuhhaus Niemann und andere Händler sammeln 200 000 Paar Schuhe für Pakistan

Hilfsaktion für Erdbebenopfer wird zu einem überwältigenden Erfolg

Cammer. Ende Januar hat auf dem Gelände des Logistikunternehmens "Kühne + Nagel" im Duisburger Binnenhafen das Verschiffen von 200 000 Paar Schuhen in die Krisenregion Pakistan begonnen. Dies ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Hilfsaktion von 189 deutschen Schuhfachhändlern. Diese riefen dazu auf "alte, aber brauchbare Schuhe" zu spenden, um die Menschen im Erdbebengebiet zu unterstützen.

In unserer Region ist die Aktion vom Schuhhaus Niemann in Cammer initiiert und unterstützt worden (wir berichteten). Für Philipp Niemann war die Aktion ein voller Erfolg: "Wir sind mehr als zufrieden mit der Hilfsbereitschaft unserer Mitbürger. In unserem Geschäft wurden mehr als 1500 Paar brauchbare Schuhe abgegeben. Dafür möchten wir allen Kunden herzlich danken." Wie sehr die Menschen die Aktion bewegt, zeigt sichübrigens nicht nur an den vielen gespendeten Schuhen, wie Niemann weiter mitteilte: "Wir erhielten sogar Geldspenden. So wie unsere Lieferanten das bei den Schuhen machen, haben wir diese verdoppelt, so dass zusätzlich 500 Euro an die Kindernothilfe für ein Projekt in Pakistan gespendet werden konnten." In diesen Tagen erreichte ein offizielles Schreiben der pakistanischen Regierung das Schuhhaus Niemann in Cammer. "Durch Ihre Spendenbereitschaft und Ihren Einsatz wird es gelingen, das Leid derÜberlebenden im Erdbebengebiet zu lindern. Ihre Hilfe nach dem verheerenden Erdbeben vom 8. Oktober 2005 ist ein wertvoller humanitärer Beitrag. In Ihren Taten spüren wir den großen Respekt gegenüber den Bewohnern Pakistans.", so der Pakistanische Botschafter Asif Ezdi in seiner Danksagung. Namhafte Unternehmen und Organisationen trugen zum Erfolg bei. Möglich wurde die Aktion durch die Unterstützung der Schuhhersteller Ara, Camel, Rieker, Ricosta, Rohde, Lloyd und Wortmann sowie durch die Schirmherrschaft der Boris Becker und H. D. Cleven Stiftung. Im Schaumburger und Mindener Land haben sich die Landräte Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Wilhelm Krömer und sowie Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe für die Hilfsaktion eingesetzt. Die wesentliche logistische Unterstützung übernahm der international operierende Logistikdienstleister "Kühne + Nagel". Das Unternehmen sorgte für das kostenlose Abholen der Schuhe beim Fachhandel, die Frachtaufbereitung, das Verschiffen und Verzollen der Container sowie den Transport der Hilfsgüter ins Krisengebiet. Auch DHL Express unterstützte die Aktion durch Bereitstellen von Logistik-Kapazitäten. Vor Ort wird die Verteilung der Hilfsgüter durch das National Rural Support Programme (NWFP) vorgenommen. NWFP verfügt über ein landesweites Netzwerk, das von zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen und der Uno fürs Verteilen von Hilfslieferungen an die Erdbebenopfer genutzt wurde.

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