weather-image
Furore versprochen - Furore gemacht: "Bückeburger Autoschau" lockt Tausende in die Innenstadt

Hemmungslose Blicke, benzinschwangerer Talk

Bückeburg (jp). "Wir wollen Furore machen", hatte der Vorsitzende des Bückeburger Stadtmarketings Sønke Lorenzen im März bei der ersten Vorbereitungssitzung für die Autoschau 2006 versprochen. Versprechen gehalten - und auch noch mit Petrus im Bunde: Nicht nur die über 100 auf Hochglanz polierten, chrom- und stahlblitzenden Neuwagen lockten an diesem Wochenende die Massen in die ehemalige Residenzstadt, sondern auch die perfekt darauf abgestimmte Sommersonne. "Ein Wetter wie bestellt", freute sich Mit-Organisator Frank Starnitzke. "Wenn das stimmt, dann zieht auch alles andere mit."

Dabei sei der erste Autoschau-Tag erwartungsgemäß etwas verhalten ausgefallen. "Der Sonnabend ist für viele der Gartentag, gerade beim ersten wirklich schönen Wochenende im Jahr." Am gestrigen zweiten Tag strotzte Bückeburgs gute Stube dann nur so vor Publikum. Dazu trug sicherlich auch der verkaufsoffene Sonntag bei, der zusätzliche Volksmassen in die Geschäfte und die Fußgängerzone lockte: "Die Stadt war wirklich von der ersten Minute an proppevoll", stellte Starnitzke in Sektlaune fest. Beste Stimmung herrschte daher auch bei den beteiligten Ausstellern. "Besser hätten wir es gar nicht treffen können", freute man sich am Stand von Mobile Partners. "Viele gute Gespräche", registrierte nicht nur Kundenberater Thomas Keller. Besonders interessierte Fragen seien dabei zu den Themen Partikelfilter und Flüssiggasantrieb gekommen. Am Stand von Renault Schöttelndreier interessierten sich die Besucher vor allem für spritsparende Fahrzeugtechnik. Auch Angebote für den Verkauf von Gebrauchtwagen seien angefragt worden. Ältere Autoschaubummler fragten nach Möglichkeiten für das bequeme Ein- und Aussteigen. Tatge-Autohaus-Chef Erwin Tage erwartet vor allem wegen der Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr gute Umsatzzahlen in 2006. Wichtig sei dabei für alle potentiellen Käufer, dass bei der Steuer nicht das Datum der Bestellung, sondern das der Zulassung entscheide: "Wer sein Auto erst im Dezember bestellt, wird in den sauren Apfel beißen müssen." Glanzpunkte setzte auch das vielfältige und abwechslungsreiche Rahmenprogramm. Als spektakulärster Publikumsmagnet erwies sich dabei fraglos der Crash-Test des Dekra, der insgesamt drei Mal vor dem Rathaus Fahrzeuge aus zehn Metern Höhe zur Erde stürzen ließ. Hinzu kamen die Vorführungen und Ausstellungen zahlreicher Hilfs- und Rettungsdienste, angefangen von der Freiwilligen Feuerwehr bis zur DLRG, sowie vieler namhafter Fachbetriebe mit ihrem automobilen Angebot an Waren und Dienstleistungen. Als Blickfang erster Güte erwiesen sich auch die Fahrzeuge des Oldtimer-Stammtisches Schaumburg, die zwischen Stadtkirche undMarktplatz die bewundernden Blicke auf sich zogen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare