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"Barney's Boogie Train" rollt mit den Minchen-Gästen zurück in die 50er Jahre

Harte aber herzliche Reminiszenz an die Hochzeit des Rock 'n' Roll

Bückeburg. Hart aber herzlich haben sie es musikalisch angehen lassen, die Jungs von "Barney's Boogie Train", die eine Woche nach "Generation Gap" den Live-Auftakt 2006 im Bückeburger "Minchen" fortgesetzt haben.

Seit 2001 spielt das Trio aus Gütersloh und dem münsterländischen Versmold zusammen und hat sich seitdem ganz dem kernig-erdigen, schnörkellosen Rock 'n' Roll und Rockabilly verschrieben: Ganz im Stil ihrer großen Vorbilder, den Stray Cats, haben die drei die Musik der 50er und frühen 60er in der klassischen Besetzung Gitarre, Schlagzeug und Bass in die Moderne transferiert - genau wie einst Bands namens Stray Cats, Selector oder The Beat, die im Zuge des New Wave Anfang der 80er Jahre längst tot geglaubte Musikstile mit Punk mischten und damit zu einem zweiten Frühling verhalfen. Diese Zeit liegt zwar inzwischen auch schon wieder gute zwei Jahrzehnte zurück, doch wie der immer noch musikalisch höchst aktive Stray-Cats-Chef Brian Setzer haben "Barney's Boogie Train" den New Wave mit ins neue Jahrtausend genommen und bestreiten jährlich rund 50 Konzerte mit ihrer zündenden Mischung aus Rock 'n' Roll, Blues und fetzigem Hillbilly. Im "Minchen" mischten Sänger und Gitarrist Bernd "Barney" Wewer, Bassist Dieter "Sherphard" Schäfer und Schlagzeuger Hitten Pete eine Vielzahl klassischer Cover-Versionen aus der Hochzeit des Rock 'n' Roll und des Rock mit Eigenkompositionen ihres ersten, 2003 erschienenen Albums. Das Publikum goutierte dabei die von Barney's Boogie Train offerierte "Overdose On Rock 'n' Roll" ebenso begeistert wie Eddie Cochrans "20 Flight Rock" und Golden Earrings "Radar Love". Mit Warren Smiths Klassiker "Ubangi Stomp" rauschte der Boogie Train zurück ins Jahr 1956, huldigte mit "Folsom Prison Blues" dem großartigen Johnny Cash und verbeugte sich mit dem leicht skurrilen, akustischen "Paradise City" ausgerechnet vor den Punk-Rabauken Guns 'n' Roses und ihrem 1987 erschienen Debüt-Album "Appetite for destruction". Auf Elvis Presleys "Route 66" rollten Barney, D.T. Shephard und Hitten Peet zum Schluss von Chicago nach Los Angeles und weiter ins "Sweet Home Alabama", einst von den Southern-Rockern Lynyrd Skynyrd als wütende Entgegnung auf Neil Youngs "Southern Man" dem intellektuellen Amerika entgegen geschmettert.

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