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Reiterverein Ahnsen berät bei geselliger Vesper über die Zukunft des "Grünen Turniers"

Grüner Kohl, und die Kreismeisterschaft 2007

Ahnsen (sig). Gewöhnlich steht beim traditionellen Grünkohlessen des Ahnser Reitervereins im "Landhaus" überwiegend das leckere Wintergemüse mit seinen guten Zutaten im Vordergrund. Aber diesmal gab es anschließend zusätzlich eine Reihe besonders interessanter Gesprächsthemen, bei denen der Gesprächsstoff nicht ausging. Eine wichtige Rolle spielte dabei natürlich der frühe Verzicht auf das "Grüne Turnier" in diesem Jahr.

Außenstehende mögen vielleicht nicht damit gerechnet haben; die Vorstandsmitglieder indessen wussten, dass es gute Gründe für eine solche Entscheidung gab. Es liegt nicht an der aktuellen finanziellen Situation des Vereins, die in Ordnung ist, sondern in erster Linie an dem Arbeitsaufwand, den eine solche Veranstaltung verursacht. "Wir brauchen zwischen 50 und 60 Helfer für ein solches Turnier", erklärte der Vorsitzende Fritz Lohmann. Das beginne beim Aufbau des Parcours, setze sich beim Meldebüro, bei den Schreibkräften und vielen anderen Funktionsträgern in der Logistik und im Service fort. Ein solches Aufgebot an Mitarbeitern ist nicht aus dem Boden zu zaubern. Die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement lässt bekanntlich eher nach. Aber es gibt natürlich noch einen weiteren gewichtigen Grund. Und das sind die zunehmend stringenteren Vorschriften für die Ausrichter solcher Turniere. Friedrich-Wilhelm Lohmann: "Bevor überhaupt eine solche Veranstaltung beginnt, ist man schon 2500 bis 3000 Euro los. Dazu gehören die Gebühren für die Genehmigung und für die vorgegebenen Veröffentlichungen in den Fachzeitungen. Zusätzliche Ausgaben entstehen durch den Bereitschaftsdienst eines Tiermediziners, eines Arztes und/oder der Rettungssanitäter mit Krankenwagen. Auch das Zelt, in dem die Aktiven und Gäste verpflegt werden können, ist im Laufe der Jahre nicht billiger geworden." Das sommerliche Turnier im Vorjahr hat der Ahnser Reiterverein mit einem kleinen Plus abgeschlossen. Aber es gab auch schon andere Erfahrungen, bestätigte der Reiterchef. Die Notwendigkeit zum Sparen scheint sich übrigens nicht nur im Schaumburger Land durchzusetzen. Friedrich- Wilhelm Lohmann berichtete zum Beispiel davon, dass er als Wertungsrichter in der jüngeren Vergangenheit schon mehrere Absagen erhielt. Demnach fallen zunehmend Turniere aus, obwohl sie vorher bereits angemeldet waren. Schuld daran sind offensichtlich auch die sinkenden Einnahmen aus Sponsorenkassen. Der Ahnser Reiterchef lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass er im nächsten Jahr wieder ein "Grünes Turnier" ausrichten werde. Dann feiert der Verein sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund will er sich sogar bemühen, die Kreismeisterschaften nach Ahnsen zu holen. Angesichts solcher Pläne unterstrich der Vorsitzende beim Grünkohl die Bedeutung der Jahresversammlung am 3. März im "Landhaus". Dann stehen die Neuwahlen für sämtliche Vorstandsämter an, die für die Dauer von vier Jahren vergeben werden. Die wichtigste Botschaft vorweg: Friedrich-Wilhelm Lohmann stellt sich noch einmal zur Wahl.

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