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Ex-Superintendent kritisiert Synodenbeschluss

"Gegen die Verfassung"

Bückeburg (thm). Ob der Beschluss der jüngsten Synode, das Amt des Präsidenten des Landeskirchenamtes "auf Probe" nicht wieder zu besetzen (wir berichteten), Bestand haben wird? Erhebliche Zweifel meldet Hans Wilhelm Rieke an.

Der ehemalige Superintendent der Landeskirche sagt, die Kirchenverfassung verpflichte die Landessynode zur Wahl des Präsidenten. "Andernfalls müsste sie mit entsprechender Mehrheit die Verfassung ändern, an deren Einhaltung sie zwingend gebunden ist." Wäre er noch im Amt des Synodalpräsidenten gewesen, hätte er den jetzt verhandelten Antrag erst gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt, Begründung: "Weil er nicht verfassungsgemäß ist." Rieke empfiehlt dem Landeskirchenrat, gegen den Beschluss Einspruch zu erheben und einen Vorschlag zur Wahl des Präsidenten einzubringen. Werde im dreiköpfigen Leitungsorgan "Landeskirchenamt" (Präsident, Landesbischof, Oberkirchenrat) eine Position länger nicht besetzt, so drohe für längere Zeit (Urlaub, Krankheit, Dienstreisen) Beschlussunfähigkeit. Rieke: "Darunter hätten dann viele zu leiden."

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