weather-image
Sport- und Partnerschaftsausschuss diskutiert künftige Form der Sportlerehrung / "Nachmittag des Sports" denkbar

Geehrt werden soll - am wie scheiden sich die Geister

Bückeburg (rc). Geehrt werden sollen die erfolgreichen Sportler der Stadt auf jeden Fall. Darin war sich der Sport- und Partnerschaftsausschuss auf einer Sitzung einig. Nur das wie sorgte für heiße Köpfe. Während des Sommerfestes? Auf dem Stadtball? Während eines eigens organisierten Balls? In einer "Langen Nacht des Sports"? Während des Rathaus-Geburtstages? Oder gar alles beim alten lassen und während eines Empfangs der Stadt ehren ?

Für keinen dieser Vorschläge gab es eine breite Mehrheit. Also beschloss der Ausschuss, einen Arbeitskreis aus Vertretern der Sportvereine, des Ausschusses und der Verwaltung einzusetzen. Er soll so rasch wie möglich zusammenkommen und Vorschläge erarbeiten. Wobei die Tendenz in Richtung eines Sportfestes zu gehen scheint, in dem die Vereine sich und ihr Können präsentieren und in dessen Ablauf die Ehrungen eingebettet sind. Möglicher Termin: September, spätestens jedoch Anfang Oktober, weil sonst das Wetter zu nass und zu kalt sein könnte. Ursprünglich war überlegt worden, in diesem Jahr die Ehrungen im Rahmen des Sommerfestes durchzuführen. In einem Gespräch zwischen den Sportvereinen und Bürgermeister Reiner Brombach war dieser Vorschlag aber ad acta gelegt worden. Der Bürgermeister befürchtete, dass der Rahmen Sommerfest nicht würdig genug sein und die Ehrung im Spiel- und Musiktrubel untergehen könnte. Seitens der Sportvereine wurden die Bedenken geäußert, dass vielfach die Wettkampfsaison noch nicht abgeschlossen ist und es gar keine Sportler zu ehren gibt. Auch gegen die Ankopplung an Feste oder Bälle gab es seitens des Ausschusses einige Bedenken. "Das geht ebenfalls unter, wer hat schon Lust, vor einem Ball geehrt zu werden, wenn gleichzeitig die Gäste in den Saal strömen?" Ein eigener Sportlerball, so wie in Stadthagen, könnte einer zuviel sein, da Bückeburg schon seinen Stadtball feiert. Amtsleiter Siegfried Demjanenko schlug daher vor, dem Beispiel der französischen Partnerstadt Sablé zu folgen und eine "Nacht des Sports" zu feiern. Die Vereine könnten in einem Saal mit Musik und Aktion ihre Bandbreite präsentieren, die Stadt ihre erfolgreichen Sportler ehren. Die anschließende Diskussion ergab eher die Tendenz, dass statt einer "Nacht des Sports" ein "Nachmittag des Sports" gefeiert werden könnte: In einem der beiden Stadien der Stadt, in der Nähe einer Sporthalle, um bei schlechtem Wetter ausweichen zu können. Und mit den Vereinen, die dort ihr Programm und ihr Können präsentieren könnten. Der Stadt und den Sportler werde damit ein würdiger Rahmen und eine breite Öffentlichkeit eingeräumt. "So wie es sich gehört." Sicher ist, dass die Stadt ihre Ehrungs-Richtlinienüberarbeitet. Kreismeister werden nicht mehr geehrt, ansonsten bleibt alles beim alten. Außerdem behält es sich die Stadt vor, Sportler aus Bückeburg, die keinem Verein angehören, zu ehren, auch für Erfolge, die nicht im Richtlinienkatalog verankert sind.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare