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In Mindener Antiquitätenhandel entdeckt

Fürstliches Geschenk im "Heimatstübchen"

Bad Eilsen (sig). Das "Heimatstübchen" des Kurortes ist jetzt um ein wertvolles Ausstellungsstück reicher geworden. Wolfgang Maleyka hat Bürgermeister Horst Rinne eine Wanduhr übergeben, die einst die Fürstinmutter Hermine zu Schaumburg-Lippe Ende des 19. Jahrhunderts als repräsentatives Geschenk anfertigen ließ.

Über den Anlass mag man heute sicher schmunzeln: Der Zeitmesser war am 14. Juli 1845 dem Landwirt übergeben worden, dem damals in der Schaumburger Region die "beste Kuh im bäuerlichen Besitz" gehörte. Diesen Anlass konnte der Bürgermeister einem kleinen Silberschildchen entnehmen, das auf dem Pendel aufgebracht worden war. Wolfgang Maleyka hatte das gut erhaltene Exemplar vor 22 Jahren in einem Mindener Antiquitättenhandel entdeckt und erworben. Seine Sammlerleidenschaft gilt eigentlich weniger alten Uhren, als vielmehr dem Auffinden von Radios aus den Anfängen der drahtlosen Telegraphie. "Diese Uhr hing zwei Jahrzehnte lang in meinem Wohnzimmer und hat nie ihren Dienst versagt; jetzt allerdings sind die Lager verschlissen, so dass sie nicht mehr für den Dauereinsatz taugt", erklärte der Spender bei der Übergabe. Deshalb habe er den Bürgermeister gefragt, ob er dieses ehemalige Geschenk der Fürstinmutter fürdas Bad Eilser Museumsstübchen gebrauchen könne. Vor der Übergabe sei die Uhr noch einmal gründlich durchgesehen und geschmiert worden. "Ich bin sehr angetan von dieser Idee und freue mich jedes Malüber das neue Ausstellungsstück, wenn ich die Uhr sehe", versicherte das Gemeindeoberhaupt. Irgendwie gehöre sie auch deshalb nach Bad Eilsen, weil es hier schon eine Herminenstraße gebe.

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