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"Frau Maalzahn" hat einen hohen Spaßfaktor

Bückeburg (rc). Es rappelt und klappert, es scheppert und dröhnt, es surrt und hämmert: Wer derzeit das Hubschraubermuseum betritt, kann in einer Ecke meinen, direkt neben einem startenden Ungetüm zu stehen, so ohrenbetäubend ist der Lärm. Dem ist aber nicht so. Es sind zwei so genannte Tinguely-Maschinen, die derzeit in einer Sonderausstellung des Museums zeigen, wie etwa aus Omas alten Waschmaschinen- oder ausrangierten Scheibenwischermotoren Kräfte entstehen und so gelenkt werden, dass über Zahnräder, Ketten oder Umlenkgelenke zersägte Topfdeckel aufeinander rasseln, Rotoren rotieren oder sich Flügel heben und senken. Oder aber ein dickerKlöppel im Rhythmus auf eine Blechplatte trommelt. Fast wie beim richtigen Hubschrauber.

"Ikarus" und "Frau Maalzahn" heißen die beiden Ungetüme, die in Projektwochen der IGS Stadthagen und der Haupt- und Realschule Helpsen von Schülern montiert wurden. Die Maschinen sind dem schweizer Künstler Jean Tinguely nachempfunden. Tinguely zählt heute zu den herausragenden Vertretern der Kinetik, jener Kunst, die, in den 60er Jahren beginnend, Skulpturen und Objekte mit sich tatsächlich bewegenden Teilen schuf. Dabei war es der Gedanke vom bewegten Kunstwerk als einer unproduktiven Maschine zur einfachen ästhetischen Erfahrung, die den Betrachter zum heiterem Verweilen und oft auch zum aktiven Spiel aufforderte, mit der Tinguely maßgeblich die Kunstszene seiner Zeit bestimmte. Öffnungszeiten: Bis Ostern ist also ein hoher Spaßfaktor garantiert im Hubschraubermuseum - täglich von 9 bis 17 Uhr.

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