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Gleich zwei Insolvenzverwalter kämpfen um den Erhalt von Bückeburgs einstiger Renommieradresse Nr. 1

"Forsthaus" geschlossen, aber Interessenten an der Angel

Bückeburg (rc). Das Hotel-Restaurant "Altes Forsthaus" ist zu Wochenbeginn vom vorläufigen Insolvenzverwalter zunächst geschlossen worden. Es sei kein Geld vorhanden gewesen, um Personalkosten zu bezahlen und ausstehende Gas-, Wasser- sowie Stromrechnungen zu begleichen.

Damit aber sei die Energieversorgung des Objektes und damit der laufende Betrieb nicht zu gewährleisten gewesen, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, der Mindener Rechtsanwalt Stephan Höltershinken, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Schließung sei in Abstimmung mit dem Insolvenzgericht Bückeburg erfolgt. Trotz der Schließung zeigte sich Höltershinken optimistisch, dass in Bückeburgs einstiger Renommieradresse Nr. 1 doch nicht "die Lichter ausgehen." Es gebe konkrete Interessenten, die bereit seien, das Objekt zu übernehmen. Eine Aussage, die auch der zweite, mit dem Objekt aus einem vorherigen Verfahren noch befasste Insolvenzverwalter bestätigte. "Noch ein zartes Pflänzchen", wie der Bückeburger Rechtsanwalt Matthias Lehmann im Gespräch mit unserer Zeitung einräumte. "Wir Insolvenzverwalter sind uns aber einig, dass wir dieses geschichts trächtige und für Bückeburg und die Region besondere Haus erhalten und dort endlich einmal wieder Kontinuität hineinbringen wollen." Sowohl Lehmann als auch Höltershinken zeigten sich optimistisch, dass die Verhandlungen mit den neuen Interessenten noch diesen Monat über die Bühne gebracht werden können. Abhängig ist dieser Zeitplan allerdings vom derzeitigen Pächter, der "Altes Forsthaus Bückeburg GmbH". Von Lehmann, der als Insolvenzverwalter die Verfügungsgewalt über die Immobilie hat und die derzeitige GmbH als Pächter eingesetzt hat, war der Pachtvertrag nach seinen Angaben wegen ausstehender Miet- und Pachtzahlungen bereits im Dezember fristlos gekündigt worden. Die Kündigung sei vom Pächter "im Grunde" akzeptiert worden, allerdings mit einer Auslauffrist bis 31. März. "Das ist uns zu lang", sagte Lehmann. Daher müsse geschaut werden, ob mit dem derzeitigen Pächter eine Einigung erzielt werden könne, möglichst ohne gerichtliche Auseinandersetzungen. In den kommenden Tagen werde sich zeigen, wohin die Reise geht. Wie Höltershinken sagte, seien nach der Schließung des "Alten Forsthauses" alle Feiern und Reservierungen storniert worden. Er sei selber dabei gewesen, als diese Gespräche geführt wurden. Er dementierte damit Gerüchte, die in Bückeburg die Runde machen, dass Hotel- und Restaurantgäste trotz Reservierungen vor geschlossenen Türen gestanden hätten.

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