weather-image
Chemielehrer Hans-Joachim Bierstedt verabschiedet / 26 Jahre Dienst am Gymnasium Adolfinum

Fordernd, fair - und völlig furchtlos

Bückeburg (jp). Nach sechsundzwanzigeinhalb Jahren am Gymnasium Adolfinum Bückeburg ist Hans-Joachim Bierstedt in den Ruhestand verabschiedet worden. Bierstedt unterrichtete die Fächer Biologie und Chemie und war Leiter der Fachgruppe Chemie. Das Bückeburger Gymnasium würdigte die Verdienste des langjährigen Pädagogen in der vergangenen Woche mit einer kleinen Verabschiedungsfeier im Kollegenkreis.

Unter Schülern galt Bierstedt stets als anspruchsvoller, fordernder, aber absolut fairer und seine Schüler enorm motivierender Pädagoge. Die Abitur-Zeitung des Abi-Jahrgangs 1987, in dem er einen Chemie-Leistungskurs leitete, notiert bei einer allgemeinen Notenvergabe aller Oberstufenlehrer für ihn in den Disziplinen Unterrichtsvorbereitung, Fairness und Durchsetzungsvermögen jeweils 12 Punkte, in der Kategorie "Motivation des Lehrers" sogar 13 Punkte. "König Hänschen" nannte ihn der Abi-Jahrgang 1988. Berühmt waren stets seine häufig ungewöhnlichen und Aufsehen erregenden Experimente: "Ein Chemie-Leistungskursler kennt keine Angst", schrieb dazu die Abi-Zeitung 1989. "Sei bei den Versuchen auf alles gefasst. Es ist zu empfehlen, eine Glasbruchversicherung abzuschließen. Die Bedienung des Feuerlöschers sollte bekannt sein." Im April 1989 soll, so ist es in der gleichen Abi-Zeitung nachzulesen, sogar einmal die Feuerwehr im Unterrichtsraum des Chemie-Leistungskurses erschienen sein, nachdem der Versuch der Konstruktion einer "schwarzpulvergetriebenen ballistischen Rakete" besser als erwartet gelang. Als Ergebnis des Versuchs notiert das Blatt: "Mehrmaliges Auslösen des Feueralarms, erheblicher Anstieg des Adrenalinspiegels beim Hausmeister, genervte Schüler im 12. Jahrgang (Klausur), belustigte Schüler im 13. Jahrgang und eine erhebliche Steigerung der Attraktivität des Chemie-Leistungskurses." Wie sehr Bierstedt Schüler zu Höchstleistungen motivieren konnte, das war jetzt noch einmal bei der Projektwoche und dem dazugehörigen Schulfestes zu erleben. Unter dem Motto "Chemiezauber unterm Sternenzelt" führten die Pennäler seines Projektes eine ganze Reihe spektakulärer Experimente vor. Bericht folgt.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare