weather-image
Aber: Viele drücken Sorgen um sichere Arbeitsplätze / Bälle und Feiern gut besucht / Polizei hat Ruhe

Farbenprächtig und beschwingt feiert Bückeburg 2006

Bückeburg. Fröhlich und ausgelassen haben die Bückeburger den Jahreswechsel begangen. Auf vielen öffentlichen und noch mehr privaten Feiern wurde der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Mit farbenprächtigem und lautstarkem Feuerwerk ging es um Mitternacht in die zweite Hälfte des ersten Jahrzehnts im drittenJahrtausend unserer Zeitrechnung. Die Zukunftsaussichten im neuen Jahr schätzen viele Bückeburger allerdings alles andere als enthusiastisch ein.

An einem Büfett "mit allem, was man braucht" konnten sich die Silvester-Gäste im Minchen laben. Hier herrschte "geschlossene Gesellschaft", denn seit nahezu einem Monat war der ehemalige Ostbahnhof ausverkauft. Doppelten Grund zu feiern hatte Elke Wömpner aus Bückeburg: Sie wurde am gleichen Abend 58 Jahre alt. Um Mitternacht begrüßten die "Minchen"-Gäste das neue Jahr mit Feuerwerk und Berlinern. Wünsche an das neue Jahr hatte der 31-jährige Björn aus Bückeburg nur einen: "Dass meine Kollegen und ich unsere Arbeit behalten." Im Rathaussaal mussten die rund 170 Gäste einiges für ihre Silvester-Krapfen tun: Bis um Mitternacht beorderte sie die Eddy-Band immer wieder auf die Tanzfläche, um die Kalorien des exklusiven Wild-Büfetts abzuarbeiten. Gute Vorsätze für das neue Jahr? Jens Zimmermann möchte seiner Frau Anda nacheifern und mehr Sport treiben. Albert Brüggemann, frisch gekürtes Mitglied im Rat, will 2006 trotz gestiegener politischer Aufgaben mehr Rücksicht auf seine Familie nehmen. Und außerdem: "Nicht mehr über die Krauler im Bergbad schimpfen." Das Festzelt auf dem Neumarktplatz heizte wie in den vergangenen Jahren die Band "Scream" um Tina Grevenstein und Kevin Detert auf. Bei so manchem Besucher wollte allerdings trotz aller Spielfreude der Mindener Top-Forty-Profis keine rechte Stimmung aufkommen. "Wenn ich an die Entwicklung des Arbeitsmarktes im neuen Jahr denke, wird mir richtig schlecht", meinte der 35-jährige Mark aus Bückeburg. Auch die 32-jährige Ina befürchtet Schlimmes: "Immer mehr Firmen bauen in riesigem Umfang Arbeitsplätze ab. Von Tag zu Tag fürchtet man mehr, dass es einen selbst irgendwann trifft." Das Wichtigste für Lars Zimmermann aus Quetzen im neuen Jahr: "Gesundheit und meinJob." Ruhig verlief für Polizei und Feuerwehr der Jahreswechsel. Hier und da die eine oder andere Ruhestörung", so ein Polizeisprecher.

  • Feiern im Festzelt auf dem Neumarktplatz.
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare