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Acht Aussteller bei Börse im Kurort / Einzugsbereich wächst stetig

Etwas Amazonas an der Aue: Aquarianer zeigen Zierfische

Bad Eilsen/Bückeburg (sig). Sie haben so etwas Beruhigendes an sich - die kleinen, mehr oder minder bunten Zierfische, die heimische Aquarien bevölkern. Sie schnellen geräuschlos durchs Wasser, verharren und zeigen in ihrem Element Kunststücke, zu denen kein anderes Lebewesen fähig ist. Sie sorgen dafür, dass sich dem Betrachter ständig neue Eindrücke bieten. Kein Wunder also, dass dieses Hobby immer mehr Freunde findet.

Die Bückeburger Aquarienfreunde merken diese Entwicklung bei ihren Börsen, die sie im "Haus des Gastes" abhalten. Der Einzugsbereich dieser Veranstaltungen wächst und damit auch die Aufmerksamkeit, die sie in der Öffentlichkeit finden. Neben dem Angebot an Zierfischen und Wasserpflanzen ist es der Erfahrungsaustausch, der die Besucher aller Altersgruppen anlockt. Acht Aussteller besuchten den Kurort. Sie kamen aus Bückeburg, Obernkirchen, Rinteln und aus Hille im benachbarten Ostwestfalen. Zu sehen bekamen die Gäste unter anderem die lebend gebärenden Schwertträger und Platys aus Mittelamerika, die schwarz gefärbten Trauermantel-Salmler vom Amazonas und die asiatischen Guramies. Anstelle der Brustflosse besitzen die Guramies zwei einfarbige Fäden. "Sie haben noch etwas Besonderes, denn sie atmen nicht durch die Kiemen, sondern müssen von Zeit zu Zeit an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen", steuerte der Geschäftsführer des Bückeburger Vereins, Gerhard Heitschmidt, als Information bei. Immerhin würden sie es aber drei bis vierMinuten unter Wasser aushalten. Natürlich gehörten zum Angebot der Börse auch zahlreiche Welsarten, die sich fast nur am Boden auf Nahrungssuche begeben. Aus gutem Grund gehören zu einem Aquarium auch spezielle Wasserpflanzen. Sie leben nämlich in einer Symbiose mit den Fischen, weil sie Kohlensäure aus dem Wasser aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Bei den Fischen ist es umgekehrt. In Bad Eilsen wurden zum Beispiel die großwüchsigen Amazonas-Schwertpflanzen angeboten, die sehr haltbar und widerstandsfähig sind. Dazu gab es die schmalblättrigen Cryptocorinen aus Asien und den Javafarn, der besonders in einem Becken mit Barschen viel Sinn macht. Seine stabilen Blätter leisten dem Appetit dieser Fische Widerstand, während fein gefiederte Pflanzen von ihnen als Nahrungsquelle angesehen werden. Die zweite diesjährige Börse des Bückeburger Vereins gibt es erst am 15. Oktober. Bis zum nächsten Treffen müssen die Mitglieder aber nicht so lange warten. Es ist für Dienstag, den 7. März, geplant und zwar voraussichtlich um 19 Uhr beim 1. Vorsitzenden Gerd Döring. Dabei wird ein Film über den Orinoko gezeigt, in dem viele der bei den heimischen Aquarienfreunden beliebten Zierfische vorkommen. Der Orinoko ist ein Nebenfluss des Amazonas in Venezuela.

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