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Krainhagen: Ortsbürgermeister zieht auf Neujahrsempfang Bilanz / Bürgerstube: Mit neuer Regelung alle einverstanden

Es wird gebaut: Gute Infrastruktur sorgt für Belebung

Krainhagen (sig). Sehr zufrieden zeigt sich Ortsbürgermeister Thomas Mittmann darüber, dass die Außenstelle der Grundschule in Krainhagen erhalten geblieben ist. Beim Neujahrsempfang des Ortsrates in der "Berghütte" sprach er von einer gelungenen "Rettung" nach langen Diskussionen durch den Ortsrat und einer Mehrheit im Stadtrat. Offensichtlich erfreut ist er aber auch über die Gründung eines neuen Fördervereins, der sich für die Schule und für den örtlichen Kindergarten verantwortlich fühlt.

Eingehend befasste sich das Gemeindeoberhaupt auch mit der Situation des Gemeinschaftswerkes Krainhagen (GWK). Der Trägerverein der "Berghütte" habe erfreulicherweise aus der Insolvenz herausgeführt werden können. Mittmann machte klar, dass die Änderung des Nutzungskonzeptes für die "Bürgerstuben" die entscheidende Voraussetzung dafür war, dass man für die "Berghütte" einen neuen Pächter finden konnte. Die Mehrheit derörtlichen Vereine habe sich inzwischen mit der Regelung abgefunden, dass die "Bürgerstuben" nicht wie früher angemietet und selbst bewirtschaftet werden können. Dafür sei jetzt einzig und allein der Wirt zuständig. Mit dieser Lösung hätten sich sowohl der Arbeitskreis für Dorfgeschichte und Heimatkunde als auch das Bürgerrott und der Ortsrat bei seinem Seniorennachmittag arrangiert. Positiv bewertete der Ortsbürgermeister die Bautätigkeit in Krainhagen. Am Heckenweg stehen bereits zwei Häuser, am Kraikenweg und am Brennigen sollen 2006 weitere entstehen. Und auch im Baugebiet "Harms Busch" bestehen Planungen für zusätzliche Neubauten. Thomas Mittmann sieht eine Verbindung zwischen dieser Entwicklung und dem Vorhandensein der Schule und des Kindergartens. Um junge Familien nach Obernkirchen, insbesondere aber in die Ortschaften zu holen, müsse die Infrastruktur stimmen. Von den anstehenden Straßenbaumaßnahmen erwähnte der Ortsbürgermeister den Kiefernweg, der eine Fahrbahndecke erhalten hat, und die Straße zum Freizeitzentrum. Dort wurden entsprechend dem einstimmigen Beschluss des Ortsrates die Bodenschwellen entfernt. Sie erschwerten speziell den Campern mit ihren Wohnwagen die Anfahrt zum Gelände. Geblieben ist nur eine Schwelle unmittelbar vor der Auffahrt zum Sportplatz. Das ist sinnvoll, denn sie erhöht dort die Sicherheit der Fußgänger und Sportler. Mit Bedauern stellte der Ortsbürgermeister fest, dass sich das angespannte Verhältnis zwischen dem Blasorchester des TSV Krainhagen und dem örtlichen Fremdenverkehrsverein noch nicht entscheidend gebessert habe. Er hofft auf Besserung im Laufe des Jahres. Besonders begrüßt wurde beim Neujahrsempfang der Gast mit der weitesten Anreise: Das war der Ratsherr und Feuerwehrchef der Partnergemeinde Alt-Duvenstedt aus Schleswig-Holstein, Klaus Holm. Er überbrachte die Grüße des dortigen Bürgermeisters Peter Eichen und als Erinnerungsgabe eine Zeichnung, die ein bekanntes Ausflugsziel des Ortes wiedergibt. In einer Hinsicht unterscheiden sich die beiden befreundeten Gemeinden: Während Krainhagen Mühe hat, seine Einwohnerzahl von knapp 1450 zu erhalten, ist Alt-Duvenstedt inzwischen auf 1800 angewachsen. Hier gibt es also noch Nachholbedarf für den Partnerort aus dem Schaumburger Land.

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