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Ausstellung der Geschichtswerkstatt eröffnet

"Erst wenn nichts mehr erinnert, stirbt man"

Bückeburg (rc). Die Ausstellung "Wenn wir sie vergessen, sterben sie ein zweites Mal" ist gestern in der Herderschule eröffnet worden. Auf mehreren Stelltafeln zeigt die Geschichtswerkstatt Spuren von Zwangsarbeit in Schaumburg und Petershagen/Lahde. Beginnend mit ersten Vorarbeiten Anfang der 80er Jahre durch Friedrich Winkelhake und die Helpser Schule, sind von Herderschülern unter Leitung ihres Lehrers Klaus Maiwald nach und nach immer mehr Aspekte aufgegriffen und zeitgeschichtlich verarbeitet worden. Daraus ist neben der Ausstellung auch eine Dokumentation entstanden, die in der Schule und im heimischen Buchhandel käuflich erworben werden kann.

Während der Eröffnung sagte Rektorin Christiane Marx, dass in Gegensatz zu anderen Kulturen die deutsche Erinnerungskultur nicht eben sehr hoch entwickelt sei. Sie müsse erst mühsam erlernt werden, dafür aber brauche man auch Orte. "Dass es diese Orte gibt, dafür habt ihr mit euren Vorgängerngesorgt. Ihr seid es, die mit dem Wegweiser der Öffentlichkeit Erinnerung zugänglich macht - damit das Kapitel Zwangsarbeit nicht vergessen wird." Denn: "Erst wenn nichts mehr erinnert, stirbt man endgültig." Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist noch bis zum Freitag, 24. Februar, während der Schulzeit von 8 bis 13 Uhr zu sehen.

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