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Bad Eilsen investiert 15 000 Euro auf Areal am Bergkurpark / Unterschriftenliste / Ratsfrauen suchen neue Rutsche aus

Eltern-Eingabe hat Erfolg: Spielplatz wird fit gemacht

Bad Eilsen (tw). Die Eingabe der Bad Eilserin Tatjana Snarr (Höhenstraße) hat sich für sie, aber auch für - wenigstens - weitere 20 Mütter und Kinder in der Nachbarschaft gelohnt: Auf ihre Bitte hin hat der Jugend- und Sportausschuss unter Vorsitz von Barbara Wömpner (CDU) dem Rat jetzt die einstimmige Empfehlung gegeben, den Spielplatz am Bergkurpark auf Vordermann zu bringen. Die Gemeinde lässt sich die Maßnahme voraussichtlich rund 15 000 Euro kosten, die im Haushalt 2006 bereit gestellt werden sollen. Der Entscheidung der Bürgervertreter im Haus des Gastes ging ein Ortstermin voraus.

Snarr, die ihrem Brief eine Liste mit 20 Unterschriften beilegte, hatte bemängelt, dass der Platz, in dessen Mitte sich ein stillgelegtes Toilettenhäuschen befindet, aufgrund der dort wachsenden Nadelbäume für die Eltern kaum einsehbar ist. Außerdem fehlten für die Kleinen eine Rutsche und ein Sandkasten. "Ein wunderschönes Abenteuer-Areal - so viel muss man dort gar nicht machen", befanden die Lokalpolitiker bei klirrender Kälte unisono. Einiges muss man aber doch: Einhellige Meinung: Das von einem Baum nahezu verdeckte Tor auf dem Bolzplatz links vom Toilettenhäuschen soll so weit nach vorn versetzt werden, dass es für die Kinder wieder bespielbar ist. Der Bolzplatz soll mit einem bis zu zwei Meter hohen Metallzaun umgeben werden; bislang wird der Platz von einem hüfthohen Holzzaun begrenzt, bei dem immer wieder Latten "verschwinden". Eine wenn auch nur kurze Diskussion gab's um das Toilettenhäuschen selbst, dass aufgrund von Vandalismus seit etwa vier Jahren zugesperrt ist; zuvor hatte die Gemeinde immer wieder Geld in die letzten Endes vergebliche Sanierung gesteckt. Dass das WC in Zukunft nicht wieder in Betrieb genommen wird, ist klar. Ebenso klar ist - zumindest für die Bürgervertreter - dass ein Spielplatz keine Sanitäranlagen braucht und Kurgäste sie ohnehin nicht nutzen. Das Häuschen stehen zu lassen, dagegen spricht sich insbesondere Bürgermeister Horst Rinne (CDU) aus: "Im Inneren gibt's noch Strom und Wasser. Wenn Jugendliche dort eindringen, kann das böse Folgen haben." Verworfen wurde schließlich auch die Alternative, das Toilettenhäuschen zu entkernen und als Lager zu nutzen. Stattdessen soll's jetzt abgerissen und die Freifläche dem Kinderspielplatz zugeschlagen werden. Ebenfalls beschlossen: Damit die Kinder nicht auf die Straße laufen, soll der Hauptzugang des Spielplatzes in Höhe des Toilettenhäuschens ein (Pendel-)Tor erhalten. Auf dem eigentlichen Spielplatz rechts neben dem WC sollen darüber hinaus zwei Fichten gefällt werden. Damit wird das Gelände dann lichter - und übersichtlicher. Der Bitte von Tatjana Snarr und der Bad Eilser Eltern folgend, soll der Platz im Anschluss ein weiteres Multifunktions-Spielgerät erhalten, zu dem auch die gewünschte Rutsche gehören soll. DieAuswahl treffen die Damen im Jugend- und Sportausschuss, die dafür im Haus des Gastes bereits Kataloge wälzten. Last, but not least will die Gemeinde sich aus ihrem Fundes bedienen und für die (Groß-)Mütter der Kinder wetterfeste Bänke aufstellen. Und weil der Ausschuss gerade beim Thema Spielplätze war: Auch derjenige an der Thomas-Mann-Straße soll für Steppkes wieder attraktiver werden. Dazu gehört, dass dort die "Seilbahn" wieder aufgebaut und an den Anschlagpunkten mit schallschluckenden Gummipuffern versehen wird. Zeitgleich soll auch der Sandkasten entkrautet werden.

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