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Noch keine Genehmigung für IGS-Oberstufe: "Die Schüler werden langsam unruhig"

Eltern bitten Minister um rasche Entscheidung

Stadthagen (ssr). "Tagtäglich werden wir von Eltern der Zehntklässler angerufen und müssen diese leider immer wieder vertrösten." Mit diesem Problem sehen sich die IGS-Elternvertreterinnen Christiane Güttler und Elisabeth von Mengersen-Pennewitz dieser Tage wegen der noch nicht genehmigten Oberstufe für die Gesamtschule konfrontiert. Die Anmeldefrist für gymnasialen Oberstufenlaufe bereits. Am Wilhelm-Busch-Gymnasium ende diese beispielsweise bereits am 20. Februar. "Unsere Zehntklässler brauchen jetzt langsam Gewissheit, was mit der Oberstufe wird", sagen die Elternsprecherinnen und fügen hinzu: "Die Schüler werden langsam unruhig, und bei den Eltern wächst der Unmut." Ähnliches gelte für insgesamt rund 200 Zehntklässler an den umliegenden Schulzentren.

Nach Auskunft von IGS-Leiter Richard Wilmers ist der vom Kreistag beschlossene und vom Schulamt "hervorragend begründete" Antrag des Landkreises Schaumburg auf Einrichtung der Oberstufe bereits am 11. September 2005 bei der Landesschulbehörde eingegangen. Bereits seit Mitte Dezember liege der von dieser Behörde positiv beurteilte Antrag im Kultusministerium. "Die Ministerentscheidung ist also überfällig",so Wilmers. "Wir verstehen die Verzögerung nicht - uns läuft die Zeit weg." Die Elternschaft setze "großes Vertrauen in die Ministerentscheidung", sagte Güttler, "aber durch die Dauer wird unsere Schule auf eine harte Probe gestellt, was wir nicht nachvollziehen können." Die IGS sei für die Oberstufe bestens aufgestellt, berichtete Wilmers. "Das komplette Konzept steht, und wir haben in Oberstufenunterricht erfahrenes Personal. Sobald die Genehmigung kommt, können wir am nächsten Tag loslegen." Wiederholt habe Kultusminister Bernd Busemann betont, er wolle die Weiterentwicklung bestehender Gesamtschulen zulassen. Von dieser Grundlinie aus und von der konkreten Sachlage her "gibt es keinen Grund, die Oberstufe abzulehnen". Güttler betonte, von daher "haben wir Eltern Vertrauen in den Minister, bitten ihn aber im Interesse der Schüler jetzt dringend um eine schnelle Entscheidung."

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