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Gelände soll auf Altlasten untersucht werden / Stadt drängt auf Kreisellösung

Einkaufszentrum Bahnhofstraße - erster Vertrag ist unterschrieben

Rinteln (wm). Zu Beginn 2005 hatte es erste Gespräche gegeben, an der Bahnhofstraße in der Nordstadt ein neues Einkaufszentrum zu errichten. Jetzt, ein Jahr weiter, scheint doch noch was daraus zu werden. Der Verwaltungsausschuss hat grundsätzlich zugestimmt, nach dem Motto: Alles was kommt, ist besser als das, was jetzt da ist.

Außerdem gibt es inzwischen eine unterschriebene Kaufvertragsoption. Nur eine Option, aber das entspricht den Regeln in diesem Geschäft, damit hatte sich auch Marktkauf vor der Umsiedlung von der Breiten Straße an der Konrad-Adenauer-Straße Grundstücke gesichert, ehe der Bebauungsplan perfekt war. Wie der Investor, Friedhelm Hohmeier, geschäftsführender Gesellschafter der Profilia Beratungs- und Planungsgesellschaft in Porta Westfalica, gestern auf Anfrage bestätigte, habe man mit der Rinteln-Stadthagener Verkehrs-GmbH (RStV) eine Kaufvertragsoption abgeschlossen. Jetzt soll zunächst eine Ingenieursgesellschaft das Gelände der Bahn auf mögliche Altlasten untersuchen. RStV-Geschäftsführer Heinrich Lindhorst in Celle erläuterte, es handle sich um ein Areal von rund 20 000 Quadratmetern, zu dem auch zwei kleine Lokschuppen und eine Holzverladestraße gehörten. Die RStV habe sich nach einer "Interessenabwägung" für einen Verkauf des Geländes entschlossen, weil sich der Bahnbetrieb auch ohne diese Gleisstücke weiter aufrechterhalten und umorganisieren lasse. Ansgar Haverkamp, Marktbereichsleiter der Volksbank in Rinteln, der ein Schlüsselgrundstück auf dem Areal gehört, betonte, man sei weiter in Verhandlungen. Gleiches gilt für die Grollmisch GmbH. Jürgen Grollmisch erklärte gestern am Telefon, Verträge hätte man noch nicht unterzeichnet, geklärt sei lediglich, dass bei einer Bebauung des Grundstückes sowohl die Autowaschanlage, der "Waschbär", als auch die Lkw-Tankanlage auf dem Gelände bleibe, allerdings an einen anderen Standort versetzt werde. Ziel sei bisher die Ansiedlung eines Vollversorgers, eines Discounter und von zwei Fachmärkten, erläuterte Hohmeier das Konzept. Es soll eine "architektonisch gefällige Lösung" werden, ein Einkaufszentrum, das auch dem Eingangsbereich zur Stadt gerecht werde. Aus Sicht der Stadt, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, müsse vor allem die Frage der Verkehrsanbindung geklärt werden, die Stadt favorisiere hier einen Kreisel. Ein erstes Gespräch mit dem Straßenbauamt habe bereits stattgefunden, erläuterte Bauamtschef Reinhold Koch, in Hameln sei man nicht abgeneigt, einem Kreisel zuzustimmen. Verbunden werden müsste die Alte Todenmanner Straße mit dem Bahnhofsweg und der Zufahrt zum neuen Einkaufzentrum - "das wird nicht einfach".Man werde sich aber auf alle Fälle erst der Verkehrserschließung widmen, bevor die anderen Probleme gelöst werden, das habe auch die Erfahrung der Marktkaufansiedlung gezeigt. Koch: "Wir haben dazugelernt."

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