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Vor Gericht: "Nachtrunk"-Mär ohne Erfolg - Geldstrafe und Führerscheinsperre für 40-Jährige

"Ein bisschen getrunken..." - 2,84 Promille

Rinteln/Bückeburg (maf). Die Trunkenheitsfahrt einer 40-jährigen Angestellten hat das Landgericht Bückeburg mit einer Geldstrafe von 1350 Euro und einer Führerscheinsperrfrist von noch drei Monaten geahndet.

Im Dezember 2004 war die Rintelnerin mit ihrem Pkw auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als sie auf einer Brücke leicht mit einem entgegenkommenden Opel kollidierte. Während die Unfallverursacherin nach der Berührung der Autos im Spiegelbereich davonfuhr, informierte der geschädigte Opelfahrer die Polizei. Die Beamten trafen dann die aufgebrachte und alkoholisierte Frau in ihrer Wohnung an und nahmensie mit zur Wache. Dort ergab die Blutprobe einen Wert von 2,84 Promille. Vor Gericht räumte die Angeklagte ein, tagsüber ein bisschen Alkohol getrunken zu haben. Nur was und wie viel, das wusste sie nicht mehr genau. Außerdem hatte die 40-Jährige im Büro in erheblichem Maße Baldriantropfen zu sich genommen. Vor allem behauptete sie aber einen wesentlichen Nachtrunk: Zu Hause angekommen, will sie beträchtliche Mengen pflanzlicher Extrakte konsumiert haben, unter anderem Tai Ginseng und Doppelherz. Eine Einlassung, die ihr das Gericht nicht abnahm. Mit ihrem Urteil folgte die Berufungskammer unter Vorsitz von Richter Friedrich von Oertzen dem Antrag des Oberstaatsanwaltes Thomas Pfleiderer und bestätigte die erstinstanzliche Entscheidung des Rintelner Amtsgerichtes.

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