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Fachausschuss bewilligt den Etat 2006 / Feuerwehr darf Erspartes behalten

Eilser Blauröcke als Sparfüchse: Lob und ein "Bonbon" von der Politik

Eilsen (tw). "Ihnen müssten die Ohren klingeln - angesichts von so viel Lob", resümiert Jürgen Schmökel (SPD). Nun, ob die Ohren von Hartmut Krause wirklich "klingelten", lässt sich nicht feststellen. Fakt ist aber: Der Samtgemeindebrandmeister hat "seinen" Feuerwehrhaushalt, genauer, das von ihm und den Ortsbrandmeistern eingeforderte Budget für 2006, wunschgemäß durchbekommen. Der Feuerschutzausschuss unter Vorsitz von Thomas Beckmann (CDU) gab während seiner jüngsten Zusammenkunft im Eilser Rathaus einstimmig die Empfehlung, das Zahlenwerk zu genehmigen.

Konkret heißt das: Für die Feuerwehren der Samtgemeinde steht im Verwaltungshaushalt 2006 fast die gleiche Summe wie 2005 bereit: 34 000 Euro; im Vorjahr waren es 500 Euro weniger. "Akzeptabel - insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Mehrkosten für Benzin/Diesel, Strom und Heizung", befindet Samtgemeindechef Heinz Wischnat. Akzeptabel aber auch, weil die Wehren im zurückliegenden Jahr mit dem Budget verantwortungsvoll umgegangen seien - und am Ende sogar noch 1800 Euro übrig hatten. "Sparsam gewirtschaftet, knallhart kalkuliert", attestiert denn auch Friedrich Feick (CDU). Nur zu gerne stimmte der Feuerschutzausschuss daher auf Antrag Wischnats dem Wunsch Krauses zu, diesen Haushaltsrest ins laufende Jahr hinüber zu retten und dem Budget der Blauröcke noch zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Im Vermögenshaushalt hatte der Samtgemeindebrandmeister Mittel in Höhe von 35 750 Euro (Vorjahr: 7000) beantragt. Vorgesehen ist das Geld für den Erwerb von 80 Digital-Funkempfängern (24 000 Euro), für die Innenausstattung des künftigen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wassertank "TSF-W" der Buchholzer Wehr (10 000 Euro) sowie einen "Beamer" für den Feuerwehrunterricht und eine Motorsäge. Die obige Gesamtsumme war beim Erstellen des Haushaltsentwurfs zunächst vergessen worden. Wischnat: "Um Abgeordneten, die auch ein Mandat in den Mitgliedsgemeinden haben, die Angst zu nehmen: Diese Mehrkosten werden aus demÜberschuss von 2005 finanziert." Was bedeutet, dass die Gemeinden besagte Mehrkosten nicht zahlen müssen; auch die Aufnahme eines Kredits seitens der Samtgemeinde ist dafür nicht nötig. Inklusive Digital-Funkempfängern, Innenausstattung des TSF-W und Beamer beläuft sich der - neue - Haushaltsansatz 2006 auf insgesamt 79 000 Euro. Darin enthalten sind auch beabsichtigte Baumaßnahmen in Höhe von 3700 Euro für das Sanieren des Schlauchturms, das Einzäunen des Grundstücks entlang der Kurzen Straße und eine verbesserte Beleuchtung des Unterrichtsraums am dortigen Feuerwehrgerätehaus. Stichwort TSF-W: Das bei MAN bestellte und von der Samtgemeinde bereits vorfinanzierte Fahrgestell wurde von der Firma Ende November 2005 bei Schlingmann abgeliefert. Das Unternehmen mit Sitz in Dissen bei Bad Driburg soll den benötigten Aufsatz erstellen und montieren; die Blauröcke waren wegen des Ausbaus bereits vor Ort. Allerdings: "Zur Frage des Auslieferungstermin", so Wischnat, "kann ich momentan keine Stellung beziehen - wir stehen mit Schlingmann in Verhandlungen". Eilsen sichert den Kauf des TSF-Wüber ein 50 000-Euro-Darlehen der Feuerversicherung ab. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, die Tilgung zehn Prozent. Der Samtgemeindechef hat mit der Versicherung über die gesamte Laufzeit einen "günstigen Festzins" vereinbart. Weil Wischnat befürchtet, dass die Zinsen schon bald wieder anziehen könnten, soll der Kontrakt so schnell als möglich unterzeichnet werden.

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